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11.09.1992 - 

Kein Trackball, keine Hintergrundbeleuchtung

Neues 80386SL-Notebook von Dell wiegt bloß 1,6 Kilogramm

MÜNCHEN (CW)-Ein ausgesprochenes Leichtgewicht hat die Dell Computer Corp. mit dem Notebook "320SLi" auf den Markt gebracht: Ganze 1600 Gramm bringt das Gerät auf die Waage, das kaum noch die Größe eines Versandhauskataloges hat. Damit ist das System leicht und klein genug, um es bequem im Aktenkoffer mit auf die Reise zu nehmen, doch nicht so winzig, daß sich der Benutzer mit einer Schrumpf-Tastatur herumschlagen müßte.

Bis zu drei Stunden soll die Maschine dank des mit 20 Megahertz getakteten Stromspar-Prozessors 386SL mit einer Akku-Ladung laufen, ohne daß der Anwender den Arbeitskomfort mit Stromspartricks einschränken muß, sagt Dell. Als Hauptspeicher dienen in der Grundausführung 2 MB RAM die auf bis zu 10 MB aufgestockt werden können. Als Festplatten stehen 60-, 80- und 120-MB-Varianten zur Wahl. Darüber hinaus verfügt das Gerät über einen PCMCIA-2-Steckplatz für Speicherkarten, aber auch für Fax-Modems oder Ethernet-Adapter, die bald für diese Steckkarten-Norm auf` den Markt kommen sollen.

Das Flüssigkristall-Display hat eine Bilddiagonale von 9,5 Zoll und löst Grafiken mit 640 x 480 Bildpunkten bei 64 Graustufen auf (VGA). Doch ist das Display auch einer der Schwachpunkte des Rechners. Denn dessen Hintergrundbeleuchtung haben die Dell-Ingenieure einer möglichst langen netzunabhängigen Arbeitsdauer geopfert- eine gewagte Entscheidung, gehört Hintergrundbeleuchtung doch mittlerweile zum State of the Art.

Das im Preis inbegriffene externe Laufwerk des Dell-Minis hat keine Laufwerk-Abdeckung, die man als Ständer nach unten klappen könnte, wie dies zum Beispiel bei Apples Powerbook 100 möglich ist. So braucht es Fingerspitzengefühl, Disketten in das flach auf dem Tisch liegende Laufwerk einzulegen.

Obwohl sich mit Windows heute endlich eine Standard-Benutzeroberfläche für PC-kompatible Rechner durchgesetzt hat und der Dell-Reiserechner sowohl mit der Windows-Software als auch mit der nötigen Rechen-Power versehen ist, um sie laufen zu lassen, fehlt der Maschine ein eingebauter Trackball, mit dem der Anwender Windows vernünftig steuern könnte. Auch die Maussteuerung per Cursortasten, die der Rechner bietet, ist nur ein Behelf, kein vollwertiger Ersatz. Allerdings muß man dem Dell 320SLi zugute halten, daß dies ein Mangel ist, den er mit fast allen Konkurrenzprodukten teilt.

Der Dell 320SLi ist in Deutschland ab sofort erhältlich und kostet in der Ausführung mit 2 MB RAM und einer 60- MB-Platte rund 3650 Mark.