Melden Sie sich hier an, um auf Kommentare und die Whitepaper-Datenbank zugreifen zu können.

Kein Log-In? Dann jetzt kostenlos registrieren.

Falls Sie Ihr Passwort vergessen haben, können Sie es hier per E-Mail anfordern.

Der Zugang zur Reseller Only!-Community ist registrierten Fachhändlern, Systemhäusern und Dienstleistern vorbehalten.

Registrieren Sie sich hier, um Zugang zu diesem Bereich zu beantragen. Die Freigabe Ihres Zugangs erfolgt nach Prüfung Ihrer Anmeldung durch die Redaktion.

14.02.1986

Neues DB2 als IMS-Alternative:

RYE BROOK (kul) - Mit einer überarbeiteten Version des relationalen Datenbanksystems DB2 wartet jetzt die IBM für den amerikanischen Markt auf. Release 2.0 der Software unterstützt ein erweitertes Anwendungsspektrum, vor alIem auch im Produktionsbereich. Im neuen Gewand soll das inzwischen zwei Jahre aIte Produkt eine vollwertige Alternative zu IMS werden.

Nach Aussage eines IBM-Sprechers hat sich der Marktführer schon seit geraumer Zeit mit dem Gedanken auseinandergesetzt, daß sich DB2 unter Umständen für den Einsatz in Produktionsumgebungen eignen könnte. Das Produkt sei bislang trotzdem nur für Reports und Queries eingesetzt worden, weil man sicherstellen wollte, den Kunden einen qualifizierten Support zu bieten, begründet IBM seine Marketing-Strategie.

Als besondere Merkmale der angekündigten DB2-Version nennt der Hersteller die Verbesserung von Benutzerfreundlichkeit und Performance. Die Rechenleistung gibt der Branchenprimus jetzt mit fünf Transaktionen pro Sekunde an, wenn als Hardware eine IBM 4381 zum Einsatz kommt.

Ein besonders Bonbon hat Big Blue für die asiatischen Kunden parat: Die Software unterstützt auch ideografische Zeichensätze, beispielsweise die in Japan gebräuchliche Symbolschrift Kanji. Auch User, die ein japanisches oder chinesisches Keyboard verwenden, hätten somit langfristig die Möglichkeit, mit dem Datenbanksystem zu arbeiten.

Gleichzeitig mit dem neuen DB2-Release kündigte IBM auch die Erweiterung des relationalen Mainframe-Datenbanksystems SQL/DS (Structured Query Language/Data System) an. Die überarbeitete Version bietet dem Vernehmen nach schnellere Back-up- und Restore Möglichkeiten sowie verbesserte Recovery- und Fehlerdiagnose-Einrichtungen. Lauffähig ist die Software unter den Betriebssystemen VM und VSE.

Ein weiterer Posten auf der Neuheitenliste des Marktführers ist eine erweiterte Version von Data Extract (DXT). Anwendern soll hiermit die Möglichkeit gegeben werden, Daten sowohl von DB2 als auch von SQL/ L abzurufen sowie Daten zwischen Subsystemen auf demselben Prozessor beziehungsweise zwischen verschiedenen Prozessoren auszutauschen.

Als Preis für das neue DB2-Release nennt der Hersteller 16 050 US-Dollar bei einmaliger Zahlung beziehungsweise 2650 Dollar als monatliche Lizenzgebühr. Auslieferungstermin ist voraussichtlich der März '86.

Nach Ansicht der amerikanischen Branchenkenner könnte sich das neue DB2-Konzept zum Vorreiter eines neuen Trends mausern: Den relationalen DBMS-Produkten erschließe sich ein immer breiteres Einsatzspektrum. Abzuwarten bleibe allerdings, ob das neue DB2-Release wirklich signifikant schneller sei als seine Vorgängerversion, die zwar zuverlässig aber nicht übermäßig schnell sei.