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19.02.1993 - 

Telekom will Datex-M bis Ende 1993 in zehn Staedten anbieten

Neues High-Speed-Netz bringt Transferraten bis 140 Mbit/s

Der neue Dienst, der von Oktober 1991 bis November 1992 bereits in Muenchen und Stuttgart getestet wurde, entspricht den amerikanischen Switched Multimegabit Data Services (SMDS). Datex-M ist laut Georg Rittsteiger, Projektleiter Metropolitan Area Networks (MAN) bei der Telekom, speziell auf die Anforderungen der LANs zugeschnitten und erfuellt die Anforderungen der IEEE 802.6 sowie die der ETSI. Als Protokoll wird Distributed Queue Dual Bus (DQDB) eingesetzt. Bis Ende 1993 ist die Ausweitung des Netzes auf die Staedte Hamburg, Hannover, Berlin, Dortmund, Duesseldorf, Koeln, Frankfurt sowie Nuernberg geplant.

Zellorientierter Aufbau ermoeglicht ATM-Migration

Im Gegensatz zu den bisherigen Netzen, die entweder paketorientiert oder leitungsorientiert sind wie Datex-P oder Datex-L, arbeitet der neue Dienst connectionless und zellorientiert. Die Zellgroesse betraegt 53 Byte, wovon 5 Byte zur Adressierung verwendet werden. Damit ist mit Datex-M, so Rittberger, eine weltweit eindeutige Adressierung moeglich, die den LAN-Anwendern "internationale Connectivity zu den global entstehenden SMDS-Netzen bietet."

Ausserdem sei so fuer die Kunden eine spaetere Migration zu ATM ohne weitere Hardware-Investitionen gewaehrleistet, da der neue Dienst bereits heute die Zellgroessen des kuenftigen B-ISDN verwende.

Ein weiterer Vorteil des neuen Services ist, so der Telekom- Vertreter, dass Anwender ihr LAN so an Datex-M anschliessen koennen, als wuerden sie es nur um eine Station erweitern. Zudem sei das neue Netz speziell auf den anfallenden Burst-artigen Verkehr der LANs ausgelegt und deshalb besonders zur Verbindung von FDDI-, Ethernet- und Token-Ring-Topologien geeignet. Durch den zellularen Charakter der Uebertragungsmethode ist der neue Dienst laut Telekom auch zur Sprach- und Bildkommunikation geeignet. Je nach Zugangsart, es besteht die Wahl zwischen einem Customer-Gateway und einer Digital Service Unit, sind Multiplexer, PABXs oder vorhandene Inhouse-Router anschliessbar.

Derzeit realisieren die Datex-M-Anschluesse fuer die LAN- Kommunikation Uebertragungsraten von 2 Mbit/s bis zu 140 Mbit/s. Daneben besteht die Option fuer synchrone Kanaele zur Sprach- und Videouebertragung gemaess G.703.

Eine endgueltige Tarifierung hat der Bonner Carrier bisher noch nicht festgelegt. Rittsteiger teilte aber mit, dass sich der Preis aus Anteilen fuer den Monopoluebertragungsweg, die Anschlussleitung zum Datex-M-Knoten und einer Nutzungspauschale zusammensetzen wird. Letztere soll wahrscheinlich in 10 Gbit-Paketen gestaffelt werden, so dass der Kunde sein voraussichtliches Datenvolumen selbst auswaehlen koenne.