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26.11.1993

Neues Konzept soll Kompetenz untermauern Digital will bei der Aufteilung des ATM-Kuchens mit dabei sein

MUENCHEN (gh) - Relativ spaet - zumindest gemessen an der ATM- Euphorie anderer Hersteller - will auch Digital Equipment (DEC) auf den Zug kuenftiger Hochgeschwindigkeits-Uebertragungstechniken aufspringen. Sichtlich bemueht, das Image des schlafenden Riesen zu korrigieren, wartete die Company nun mit der Ankuendigung eines ganzen Produktreigens in Sachen ATM auf.

Bereits im Fruehjahr 1994 will DEC mit drei Connectivity- Komponenten auf den Markt kommen: einem ATM-Switch zur Datenflusskontrolle, beschraenkt auf den Einsatz in Unternehmensgebaeuden, einem Turbochannel-Adapter fuer die Verbindung von Alpha-AXP-Workstations sowie einem Gigaswitch-ATM- Modul, das FDDI-Daten in eine ATM-Syntax konvertiert und dadurch "LAN- beziehungsweise WAN-fertig" macht.

Dass im Zusammenhang kuenftiger zellbasierter Uebertragungstechniken aufgrund fehlender Standards vieles noch verbesserungswuerdig ist, weiss man natuerlich auch bei den Verantwortlichen des Hardwareriesen aus Maynard. Gleichwohl wollen viele Anwender nach Auffassung von Digitals Vice-President Networks Engineering, Laurence Walker, der das neue Networking-Konzept von DEC in Muenchen praesentierte, "ATM ausprobieren und eigene Erfahrungen sammeln".

Damit sie das koennen, will Digital seinen Kunden mit einer entsprechenden Migrationsstrategie, die vor allem Investitionsschutz garantiert, zur Hand gehen. Dafuer sind eine breite Palette von Desktop- beziehungsweise Workgroup-Adaptern sowie die neue ATM-Queue-Management-Technik "Switchmaster" und das Flow-Control-System "Flowmaster" gedacht - beides Softwareloesungen, die sowohl zu einer Leistungssteigerung von ATM- Switches als auch zu einer Verbesserung des Informationsflusses und damit zu einer Reduktion von Uebertragungkosten beitragen sollen.

Was den Fortschritt bei der Standardisierung von ATM angeht, setzt man bei Digital, aehnlich wie bei anderen Herstellern, auf das Prinzip Hoffnung - und auf die eigene Mitarbeit im ATM-Forum. Daneben geht man aber auch in puncto eigener Loesungen von "einer gewissen Stellung Digitals im Markt" aus, wie Walker selbstbewusst auf gute alte Digital-Zeiten verwies. Immerhin sieht sich das Unternehmen allein in Europa mit rund zwei Millionen installierten Ethernet-Knoten, 15 000 installierten DEC-Hubs sowie 16 000 festangestellten Serviceleuten als potenter Player im wachsenden Networking-Business.