Melden Sie sich hier an, um auf Kommentare und die Whitepaper-Datenbank zugreifen zu können.

Kein Log-In? Dann jetzt kostenlos registrieren.

Falls Sie Ihr Passwort vergessen haben, können Sie es hier per E-Mail anfordern.

Der Zugang zur Reseller Only!-Community ist registrierten Fachhändlern, Systemhäusern und Dienstleistern vorbehalten.

Registrieren Sie sich hier, um Zugang zu diesem Bereich zu beantragen. Die Freigabe Ihres Zugangs erfolgt nach Prüfung Ihrer Anmeldung durch die Redaktion.

28.11.2003 - 

Cluster auf Vormarsch

Neues Ranking der Supercomputer

MÜNCHEN (CW) - Die Herbstausgabe der zweimal jährlich erscheinenden Liste der 500 schnellsten Rechner der Welt zeigt einige Überraschungen. Auffällig ist vor allem das rasante Aufrücken von Intel- und AMD-basierenden Systemen.

Unverändert steht der von NEC gebaute japanische Erdbebenrechner "Earth Simulator" mit einer Leistung von 35,6 Tflops (Billionen Fließkomma-Operationen pro Sekunde) an der Spitze, gefolgt vom HP-System "Asci Q" mit 13,9 Tflops. Doch auf Platz drei liegt jetzt "Big Mac" am Virginia Polytechnic Institute, ein 10,3 Tflops starkes Cluster aus 1100 Apple G5 mit der IBM-CPU Power-PC 970. Mit einer Leistung von 8 Tflops ist erstmals AMDs Opteron ganz oben vertreten; auf 2816 Prozessoren dieses Typs basiert ein Linux-Cluster am Los Alamos National Laboratory.

Es dominieren mit 208 Nennungen Cluster-Systeme in den Top 500, gegenüber 149 vor einem halben Jahr. Intel-Prozessoren finden sich inzwischen in 189 Supercomputern, 32 basieren auf dem Itanium und 157 auf dem Pentium 4 Xeon. Vor einem Jahr war Intel erst 59-mal genannt. Der Trend zu günstigen x86-basierenden Systemen dürfte weiter anhalten, weil auch die Preise für schnelle Interconnects zwischen den CPUs fallen und Linux immer beliebter wird. In dieser Kombination eignet sich High Performance Computing (HPC) für eine Reihe von rechenintensiven Anwendungen, seien es Klimavorhersagen, biochemische Simulationen, Produktdesign und -tests.

Mit 165 Systemen führt HP nach Zahlen die Liste an, dicht gefolgt von IBM als Hersteller von 159 Superrechnern. Dritter ist SGI mit 41 Anlagen. Doch nach Leistung steht IBM mit 35,4 Prozent der addierten Top-500-Computerpower an der Spitze, HP kommt auf 22,7 Prozent und NEC auf 8,7 Prozent. Die Gesamtleistung der 500 schnellsten Rechner ist in nur sechs Monaten von 375 auf 528 Tflops gestiegen. Um noch in der Liste aufgeführt zu werden, musste man diesmal 403,4 Gflops vorweisen können; im Juni 2003 reichten 245,1 Gflops. (ls)