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29.06.1984

Neues Software-Release 6.0 macht Datenbankcomputer zum 3270-Gastrechner:IBM bindet 38 stärker in die SNA-Welt ein

STUTTGART (mer) - Mit dem neuen Software-Release 6.0 erweitert die IBM Deutschland GmbH ihren Datenbankcomputer System /38 um zusätzliche Funktionen und Anwendungsmöglichkeiten. Zur stärkeren Einbindung des Systems in die SNA/SDLC-Umgebung der IBM-Universalrechnerwelt unterstützt die neue Version unter anderem alle entfernt (remote) angeschlossenen Systeme. Dialogstationen und Drucker, die sich wie IBM 3270-SNA-Einheiten verhalten oder diese emulieren. Für die Bürokommunikation stehen mit dem neuen Release Anwendungsprogramme zur Terminverfolgung, Vorgangsverwaltung und Nachrichtenverteilung sowie Unternehmensplanung und Anwendungserstellung zur Verfügung.

Im Bereich der Datenfernverarbeitung erlaubt ein dritter Anschluß mit vier zusätzlichen DFV-Leitungen, bis zu zwölf SDLC- und/oder BSC-Leitungen anzuschließen. Durch die IBM-3270-Remote-Einheiten-Unterstützung setzt nach IBM-Angaben das Modell /38 als Gastrechner für nicht lokal betriebene 3270-SNA- oder SNA-emulierende Einheiten den Datenstrom der 3270 in 5250-lmpulse um - und umgekehrt. Damit werden jetzt zum Beispiel auch die Steuereinheit 3274, die Datensichtgeräte 327X und 3290, die Dialogstationen 3270 PC und die Drucker 327X unterstützt.

Zu den emulierenden Einheiten zählen die Systeme IBM /36, 6580, 5520, 5280 und der Personal Computer. Über eine DFV-Steuereinheit 5294 ist ein Datenaustausch mit dem System remote auf maximal acht Bildschirmen, Druckern oder PC möglich. Da je Leitung bis zu acht Steuereinheiten angeschlossen und bis zu zwölf Leitungen geschaltet werden können, verwaltet das System /38 theoretisch maximal 768 Datenstationen.

Jedoch sollten laut IBM in der Praxis nicht mehr als 200 Einheiten angeschlossen werden, um die Antwortzeiten in Grenzen zu halten.

Bei der Systemperipherie ist das Datensichtgerät 3180 Modell 2 mit 1920 Zeichen Bildschirminhalt nunmehr funktionsverträglich mit dem 5251-Terminal. Es kann lokal und remote an die Systeme /38 und /36 angeschlossen werden.

Die mit "Graphik /38" angekündigten Neuerungen sind vergleichbar mit Funktionen der Programme Graphical Data Display Manager (GDDM) und Presentation Graphics Routines (PGR), die vom IBM-System /370 unterstützt werden. Als Bestandteil des Systemsteuerprogramms CPF der /38 gestattet GDDM die Adressierung aller IBM-5292-Bildpunkte und den Datenbankzugriff über Anwendungsprogramme zur Darstellung dort gespeicherter Grafiken. Zur Generierung verschiedener Diagrammtypen dient PRG. Funktionell darauf aufbauend können mit dem Dienstprogramm Business Graphics Utility (BGU) kommerzielle Diagramme interaktiv erstellt werden. Die Übertragung der Grafiken zwischen verschiedenen IBM-Rechnern unterstützt die Software Graphical Display File (GDF).

Unter der Bezeichnung "Office /38" stehen "neue Anwendungswerkzeuge für das moderne Büro" (O-Ton IBM) zur Verfügung. So unterstützt das Programm Administrative Management die Terminverfolgung, Vorgangs- und Verzeichnisverwaltung sowie Nachrichtensteuerung und -verteilung. Mit "Worksheet /38" von der New Generation Software Inc. wird ein dynamisches Modell für die Unternehmensplanung angeboten. Das Programm Applications Made Easy soll es dem DV-Laien ermöglichen, über eine Menüsteuerung einfache Anwendungen zu entwickeln.

Neben den bisherigen Programmiersprachen RPG III, Cobol und Basic kann jetzt auch eine PL/1-Untermenge, wie sie von den Systemen /370 bekannt ist, auf dem Datenbankrechner eingesetzt werden. Zudem wurden die drei Standardsprachen der /38 erweitert. Um zukünftig auch Geschäftsvorfälle in Kreditinstituten verarbeiten zu können, werden ab Release 6.0 die Einheiten des Kommunikationssystems IBM 4700 unterstützt.