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18.02.1994

Neues Urheberrechtsgesetz dient als Grundlage Microsoft geht vehement gegen die illegalen Softwarekopierer vor

MUENCHEN (ade) - Die Zeit des rechtsfreien Raums fuer illegale Softwarekopierer und Haendler ist passe. Mit Hilfe des Mitte 1993 verabschiedeten Urheberrechtsgesetzes beginnt Microsoft nun mit einer Hetzjagd auf organisierte Softwarepiraten.

"Es ist nicht mehr von einer Kavaliersdeliktsituation zu reden", begruendete der neue Microsoft-Geschaeftsfuehrer fuer Zentraleuropa, Rudolf Gallist, die verschaerfte Vorgehensweise gegen Softwarepiraten. Der Windows-Anbieter werde sich saemtlicher Moeglichkeiten des im Juni 1993 verabschiedeten Urheberrechts bedienen, um dem "florierenden Geschaeft mit illegaler Software" mit aller Macht entgegenzutreten. Fuer Deutschland beziffert Gallist den jaehrlichen Schaden durch Softwareklau auf etwa 1,3 Milliarden Mark. Die Jagd auf Raubkopierer betreffe jedoch keineswegs Privatanwender, betonte der Geschaeftsfuehrer. Vielmehr wuerden Unternehmen verfolgt, die Applikationen illegal einsetzen. Vor allem aber wolle Microsoft den Software- und Handbuchfaelschern sowie den Haendlern der kopierten Pakete zu Leibe ruecken.

Im Softwaregeschaeft machen sich derzeit weltweit organisierte Faelscherringe und Haendler breit, so Gallist. Koordiniert werden die Gruppen von China, Taiwan, Hongkong sowie Sueditalien aus. Der Geschaeftsfuehrer: "Die Faelscher schrecken vor nichts zurueck."

Erste Erfolge konnte Microsoft mit Hilfe von Staatsanwaltschaft und Kriminalpolizei Anfang dieses Jahres verbuchen. Im Januar 1994, so Gallist, hat die Gates-Company Strafanzeige gegen drei Firmen im Stuttgarter Raum gestellt. Microsoft beschuldigt die Unternehmen, Windows 3.1 im grossen Umfang nachproduziert zu haben. Darueber hinaus beschlagnahmte die Polizei in einer Muenchner Druckerei Kopien von Works, Windows und DOS, so der Microsoft- Chef. Dabei habe es sich um ueber 250000 gefaelschte Disketten im Wert von zirka 20 Millionen Mark gehandelt.

AU: Deindl, Alexander