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16.07.1999 - 

Einfacher Trick: Mehrere Geräte zusammenschalten

Neues Verfahren könnte Router leistungsfähiger machen

16.07.1999
FRAMINGHAM (IDG) - In den USA machen sogenannte Galois-Netze von sich reden. Dahinter verbirgt sich das Clustern, sprich Zusammenfassen, von mehreren Routern zu einem Meta-Router. Der Vorteil: Unternehmen können Geld sparen und die Datenverkehrsflüsse ihrer Netze optimieren.

Wenn überlastete Router immer wieder Pakete verlieren und das Netz ständig blockiert ist, hilft in der Regel nur der Griff zu leistungsfähigeren, aber auch teuren neuen Modellen. Über den Kunstgriff der Galois-Netze könnte sich das ändern. Bei dieser Technik werden relativ preisgünstige Standard-Router zu Clustern zusammengeschaltet, so daß sie eine Art Meta-Router bilden.

Diese Technik geht zurück auf eine mathematische Idee aus dem 19. Jahrhundert, die Evariste Galois entwickelte. Seine sogenannte Gruppentheorie besagt, daß eine endliche Anzahl von Ziffern ein Muster bildet, das sich vorhersagbar wiederholt. Auf Router-Cluster übertragen heißt dies folgendes: Eine fest definierte Menge dieser Geräte, angeordnet in einer bestimmten Art und Weise, garantiert Fehlertoleranz und Redundanz - zwei kritische Faktoren in jedem Netz.

Datenverkehr, der ein Galois-Netz durchquert, wird über den Router-Komplex geleitet. Ist ein Router überlastet, lassen sich die Datenpakete sofort zu einem anderen Router umleiten, was vor Paketverlusten oder gar einem Zusammenbruch des Netzes schützen soll. Nach Angaben von Alan Huang, der das Patent auf die Galois-Netze und die Meta-Router-Technologie hält, ist ein solcher Verbund auch sehr gut skalierbar. Durch das Hinzufügen eines zusätzlichen Routers ändere sich nicht wie sonst üblich die Zahl der Hops. Außerdem lassen sich - etwa um die Fehlertoleranz zu erhöhen - neue Router ins Netz integrieren, ohne daß die vorhandenen Geräte rekonfiguriert werden müßten oder das Netz herunterzufahren wäre.

Um herauszufinden, wie die Router miteinander zu verbinden sind, brauchen Anwender allerdings eine spezielle Software. Ausgehend von der Anzahl der externen Ports, die ein Anwender benötigt, und der Anzahl der vorhandenen Ports der zu verbindenden Router erzeugt diese ein Verkabelungsdiagramm.

Obwohl die Galois-Technologie laut Huang auch in heterogenen Umgebungen eingesetzt werden kann, sträuben sich die großen Hersteller noch dagegen, sie in ihre Router zu integrieren.