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10.02.1995

Neues von EMC, Hitachi und Storage Technology Raid-Datenschutz auch fuer 1-TB-Massenspeichersysteme

MUENCHEN (CW) - In diesen Tagen ist ein erster Blick auf die Raid- Massenspeicher von Hitachi Data Systems (HDS) und Storage Technology (Storagetek) moeglich. EMC will im Laufe des Jahres Raid-Technik in die "Symmetrix"-Baureihe einbauen. Flexibilitaet bei niedrigen Kosten versprechen die Hersteller ihren Kunden. Gleichzeitig sollen die Daten so geschuetzt sein, wie sie das in der Mainframe-Welt waren.

Storagetek will mit "Kodiak", dem neuen 1-TB-Massenspeicher, nicht nur IBM-Kunden ansprechen wie mit dem bekannten "Iceberg"-System. Auch HDS moechte sich mit dem 750-GB-Massenspeicher mit Raid-5- Technik ein Standbein ausserhalb der Mainframe-Welt schaffen. Bis beide Firmen aber ihre Alternativen liefern koennen, wird noch einige Zeit vergehen - Marktbeobachter erwarten die Produkte nicht vor dem dritten Quartal dieses Jahres. Testversionen von Storageteks Kodiak sollen bis April verfuegbar sein.

EMC, der Aufsteiger des vergangenen Jahres im Massenspeichergeschaeft, arbeitet an einem Symmetrix-System, das eine neue Raid-Technik nutzen soll. Mit "Raid-S" lassen sich einzelne Platten mit besonders wichtigen Daten schuetzen. Dazu wird eine Pruefsumme gebildet und auf einer zusaetzlichen Festplatte gespeichert. Bei einem Fehler koennen die Daten anhand der Pruefsumme rekonstruiert werden.

In der CW-Schwesterpublikation "Computerworld" aeusserten Anwender allerdings Zweifel, ob dieses Raid-4-aehnliche Verfahren nicht langsamer sei als das von der Konkurrenz angebotene Raid 5, bei dem die Pruefsumme nicht auf einer Platte, sondern auf allen Platten einer Gruppe gespeichert wird. EMC muesse wahrscheinlich eine groessere Menge Zwischenspeicher (Cache) in die Raid-S- Controller oder Raid-S-Festplatten einbauen, um eine vergleichbare Leistung zu erreichen. Das wuerde aber die Kosten in die Hoehe treiben.

Dick Blaschke, Vice-President Marketing bei EMC, versicherte hingegen, dass die neuen Raid-S-Systeme das gleiche leisten wuerden wie IBMs "Ramac"- oder Storageteks Iceberg-Massenspeicher. Zutreffend sei jedoch, dass dafuer zusaetzliche Chips in die Festplatten eingebaut werden muessten. Ueber die Preisgestaltung wollte er noch keine Angaben machen.