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24.03.2009

Neulich in ... Amsterdam

Dass man in anderen Ländern regelmäßig auch andere Sitten vorfindet, ist eine oft zitierte und sehr zutreffende Regel. Die Niederlande bilden da keine Ausnahme. Wenn man Kampagnen in Sprachen plant, derer man selbst nicht mächtig ist, wird es regelmäßig kompliziert, und der Teufel sitzt im Detail. Das wurde uns kürzlich einmal mehr bestätigt, als wir im Rahmen unserer Vertriebsmaßnahmen in Holland ein Mailing vorbereiteten.

Beim Durchsehen der Korrekturfahne fiel mir auf, dass bei der Anrede für weibliche Empfänger "Geachte Mevrouw" stand, also mit großem "M", bei den Herren hingegen "Geachte heer", mit kleinem "h". Ich hielt das zunächst für einen Fehler und fragte daher unseren holländischen Vertriebsrepräsentanten Roland van Stokkom. Dieser erklärte mir, dass im Holländischen das groß geschriebene "Heer" als Anrede Gott und seinem Sohn vorbehalten sei – daher die Ausnahmeregel.

Nun nutzen Holländer zwar ohnehin nach maximal zwei Telefonminuten nur noch den Vornamen und duzen sich grundsätzlich. Trotzdem haben wir nach einiger Überlegung entschieden, dass wir nicht alle männlichen Empfänger unseres Mailings gut genug kennen, um sie pauschal heiligzusprechen, und änderten die Anrede. Ungeklärt ist allerdings, ob der Umkehrschluss zulässig ist und alle holländischen Frauen automatisch Heilige sind – mein holländischer Kollege wollte dies weder bestätigen noch dementieren.

Thomas Keil, Zetvisions AG, Heidelberg