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12.09.2003 - 

Nähe zur Java-Gemeinde gesucht

Neuorganisation des Eclipse-Projekts

MÜNCHEN (CW) - Dem von IBM initiierten Open-Source-Projekt "Eclipse" zum Aufbau einer quelloffenen Entwicklungsplattform steht offenbar ein Richtungswechsel bevor. Schon in Kürze soll das bisherige Lizenzmodell geändern und die Organisation professioneller werden.

Branchengerüchten zufolge betreffen die Änderungen vor allem die finanzielle Ausstattung des Projekts. So wird Eclipse zwar mittlerweile von mehr als 40 Herstellern unterstützt, doch stellt IBM nach Aussage von Insidern immer noch rund 90 Prozent der Projektmitarbeiter und den überweigenden Teil des Codes. Die jährlichen Kosten für Big Blue sollen sich dadurch auf rund 20 Millionen Dollar belaufen. Geplant ist nun, Eclipse in eine eigenständige juristische Einheit umzuwandeln, um beispielsweise künftig Fördergelder sammeln zu können. Ebenso sind Mitgliedsbeiträge im Gespräch sowie laut Bracheninformationsdienst "Computergram" eine Verschärfung des Lizenzmodells, das bisher unter der Common Public Licence jedem Nutzer freizügige Rechte am Code einräumt.

Zugleich versucht man mehr Mitglieder der Java-Gemeinde - allen voran zu Sun- ins Boot zu holen, um die Entwicklungskosten auf mehr Schultern verteilen zu können. Dies war bisher nur in geringem Umfang gelungen, da das Projekt bei Kritikern im Ruf steht, in erster Linie ein Vehikel der IBM-Produktstrategie zu sein. Ebenso hatte die von Eclipse bevorzugte, nicht Java-konforme Client-Technik "Standard Widget Toolkit" für Unmut in Entwicklerkreisen gesorgt. Laut Rich Green, Vice President for Java Development Tools bei Sun, könne man sich daher zwar eine Kooperation vorstellen, werde aber wie Oracle und Borland die eigenen Programmier-Tools ohne Eclipse entwickeln. (as)