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03.12.2008

Neuseeland will deutsche IT-Profis anlocken

Deutsche Urlauber kommen sowieso, jetzt sollen auch die IT-Spezialisten ins Land.

Nicht nur in Deutschland herrscht Fachkräftemangel. Auch anderen Ländern fehlen die IT-Spezialisten. Neuseeland geht nun in die Offensive und versucht in Westeuropa und vor allem in Deutschland auf sich als attraktiven IT-Standort aufmerksam zu machen.

Mit seinen 4,2 Millionen Einwohnern beschäftigt Neuseeland rund 40 000 IT-Spezialisten und möchte in den nächsten Jahren diese Zahl verdoppeln. Nicht nur viele der über 8000 Firmen der IT-Branche suchen Computerfachleute. Auch Anwenderunternehmen, der Gesundheitssektor und die staatlichen Institutionen benötigen dringend IT-Personal, wie Matt Hoskin vom neuseeländischen Arbeitsministerium der CW versichert. Die Situation hat sich am Arbeitsmarkt auch dadurch verschärft - ähnlich wie in den USA und Deutschland -, dass die Zahl der Schüler, die sich für ein Informatikstudium einschreiben, in den letzten vier Jahren um 44 Prozent zurückgegangen ist.

Hoskin ist überzeugt, dass deutsche IT-Spezialisten in sein Land kommen werden. Es genieße einen sehr guten Ruf bei den Urlaubern hierzulande. Allein über 5000 junge Leute zwischen Garmisch und Kiel nähmen jährlich am Programm "Working Holiday" teil, einer Mischung aus Reisen und Arbeiten.

Campbell Hepburn von der Personalberatung Hudson weist auf die attraktiven Gehälter bei niedrigen Lebenshaltungskosten hin. Hudson habe in einer IT-Gehaltsstudie festgestellt, dass ein Java-Juniorprogrammierer um die 60 000 Dollar im Jahr verdient, der Senior hat gleich 30 000 Dollar mehr in der Tasche. Ein Projekt-Manager darf schon bis zu 100 000 Dollar nach Hause nehmen, und ein erfahrener Oracle-Datenbankprofi überschreitet die 100 000-Dollar-Grenze. Für CIOs nennt die Beratung eine Bandbreite von 160 000 bis 200 000 Dollar Jahresgehalt. Zudem könne man in den meist mittelständisch organisierten Unternehmen schnell Verantwortung übernehmen. Auch würden gute Trainingsmöglichkeiten geboten, und "Neuseeländer legen Wert auf eine positive Work-Life-Balance:" Schließlich verspricht Hoskin niedrige bürokratische Hürden: "In zwei Wochen können wir alle Papiere besorgen." (hk)