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05.02.1982 - 

Siemens-DV-Schule mit Berufsbildungszentrum:

Neutrales Wissen rundet Herstellerschulung ab

MÜNCHEN (pi) - Das Angebot der Schule für Datentechnik in der Siemens AG wird erweitert. Das Kursangebot für Einsatz und Bedienung von Softwareprodukten dieses Herstellers war ergänzungsbedürftig. Informationstechnologie, Technologie der Softwareentwicklung, betriebswirtschaftliche Aufgaben für die Datenverarbeitung und Führungs- und Arbeitstechniken im Softwareentwicklungsprozeß sind die Schwerpunkte des neuen Schulzweiges.

Noch immer kommt der überwiegende Teil der DV-Fachkräfte aus unterschiedlichen Berufen mit unterschiedlicher Ausbildung; Informatiker mit entsprechendem Abschluß sind in der Minderheit. Sieht man sich den heute typischen Ausbildungsweg vieler Programmierer für Anwendungssysteme an, so sind es meistens die folgenden Grundbausteine, die durchlaufen werden: Zum Einstieg in das neue Aufgabengebiet gibt es die Grundlagen der Datenverarbeitung, darauf aufbauend einige Rezepte zum Entwurf eines Programmablaufes auf der Modulebene.

Der Schüler muß mindestens ein modernes Betriebssystem kennenlernen und auch eine Programmiersprache zur Implementierung des Programms. Das sind etwa acht Wo(..)en überwiegend produktorientierten Ausbildung beim Hersteller. Danach ist es sinnvoll, ein längeres Programmierpraktikum an Aufgaben aus der eigenen Organisation zu durchlaufen. Von nun an bestimmen häufig die aktuellen Aufgaben den Weiterbildungsbedarf, der auch wieder zu einer produktorientierten Spezialisierung führt.

Was heißt für den Anfänger Softwareentwicklung und -programmierung: Es sollen komplexe fachliche Aufgaben in eine Arbeitsanweisung für den Rechner umgesetzt werden. Das ist in erster Linie eine konstruktive, geistige Aufgabe, die völlig unabhängig von Programmiersprachen und Betriebssystemen ablaufen kann. Wo hat der "DV-Neuling" die Kenntnisse für diese Tätigkeit erwerben können? Er hat vielleicht eine Woche "Strukturierte Programmierung" gehört. Dabei hat sich aber ge(..)de in den Methoden und Techniken der Softwareentwicklung in den letzten zehn Jahren sowohl in der Theorie als auch in der Praxis sehr viel getan.

Die Schule für Datentechnik der Siemens AG hat einen besonderen Schulzweig, das "Berufsbildungszentrum", gegründet, der das produktorientierte Schulungsangebot dieses Herstellers um unverzichtbare, produkt- und herstellerneutrale Themenkomplexe ergänzen soll. Dieses Berufsbildungszentrum wird sein Bildungsangebot für alle in der Datenverarbeitung Tätigen nach der Devise entwickeln: Sprachen, Betriebssysteme und andere Systemprogramme sind Werkzeuge, die zur Herstellung von Software benutzt werden müssen. Gestaltung und Struktur - der Entwurf eines Programmsystems- können aber weitgehend unabhängig von einem Datenverarbeitungssystem geschaffen werden. Mit dieser Einstellung muß bereits die Grundausbildung des DV-Nachwuchses durchsetzt sein. In den Traineeprogrammen für die Ausbildung zum Anwendersoftware-Programmierer und Organisationsprogrammierer liegt der Schwerpunkt auf der Vermittlung und dem Training moderner Methoden und Techniken der Softwareentwicklung. Ziel der Traineeprogramme ist eine Ausbildung nach den Anforderungen des Arbeitsplatzes mit einem hohen Praktikumsteil zum Trainieren des erlernten Wissens.

Das Berufsbildungszentrum wird sich in einer Seminarreihe mit der Technologie der Softwareentwicklung beschäftigen. Hier werden Themen aus der Problemanalyse, der Entwicklungsmethodik und dem Projektmanagement angeboten, die sich am aktuellen "Stand der Kunst" orientieren und praktische Hilfen zur Lösung von Aufgabenstellungen geben.

Fachkräfte aus den DV-Abteilungen lösen betriebswirtschaftliche Aufgaben mit Hilfe der Datenverarbeitung, die Fachabteilungen nutzen diese Dienstleistungen. Damit hier die Kommunikation reibungslos funktioniert, müssen die Mitarbeiter in den Fachabteilungen mehr Datenverarbeitung kennenlernen, insbesondere die Fähigkeit erwerben, ihre Probleme in einem fachlichen Konzept zu formulieren. Und die Datenverarbeiter müssen noch mehr betriebswirtschaftliches Verständnis aufbringen, um kompetente Gesprächspartner zu sein. Die Siemens-Schule wird hier eine Seminarreihe"Betriebswirtschaftliches Knowhow" anbieten, in der die Gebiete Rechnungswesen, Warenwirtschaft, Produktionsplanung, Kosten- und Leistungsrechnung und Personalwesen enthalten sind.

Schließlich soll die persönliche Arbeitsleistung des einzelnen im Softwareentwicklungsprozeß gesteigert werden. Hierfür gibt es Methoden zur Organisation der eigenen Arbeit, zur Präsentation von Ergebnissen, zur Präsentation von Ergebnissen, zur Führung und Organisation von Arbeitsgruppen und zur Planung und Kontrolle von Projektabläufen. Auch diese Themen werden unter der Überschrift "Führungs- und Arbeitstechniken" angeboten.

Informationen: Siemens AG, Schule für Datentechnik, Schulmarketing, Frankfurter Ring 152, 8000 München 46, Tel.: 089/35 00-734.