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09.11.1984 - 

Magnetische und optische Medien im Wettstreit:

Newcomer überschwemmen Speichermarkt

MÜNCHEN (hh) - Eine regelrechte Flut von Newcomern auf dem Markt für magnetische und optische Speichermedien sieht die International Resource Development Inc. (IRD) in einer jetzt veröffentlichten Untersuchung. Die Folge, so die Studie, dürfte ein harter Wettbewerb und das Verschwinden vieler Unternehmer sein.

Die meisten der neuen Companies sehen ihr Glück vor allem in den neuen Technologien wie Dünnfilm und vertikale Speichertechnik. Rund ein Drittel von etwa 30 Unternehmen, so schätzt IDR, im "Dünnfilm-Geschäft" sind unabhängige Hersteller, die sich ausschließlich mit der Produktion des Speichermediums befassen.

Doch einige dieser Newcomer stehen lauf IRD auf ziemlich wackligen finanziellen Beinen und das Überleben auf dem Markt dürfte ihnen mehr als schwer fallen. Anderen Unternehmen wie der Applied Informations Memories (AIM hat rund 20 Millionen Dollar Startkapital von verschiedenen Investoren erhalten) sagt die Studie jedoch eine bessere Zukunft voraus. Diese Firmen könnten sogar eine beachtliche Größe in ihrem Marktsegment erreichen, da, so kritisiert der Report, die etablierten Hersteller wie beispielsweise Dysan (stellt keine Dünnfilmplatten her) falsche Produktpolitik betreiben und die neuen Technologien nicht ernst nehmen.

Platten, die auf der neuen Technologie aufbauen, werden laut Untersuchung in diesem Jahr bereits einen Marktanteil von etwa 18 Prozent erreichen, in fünf Jahren sollen es bereits rund 84 Prozent sein. Vor allem der starke Bedarf für 51/4-Zoll- und kleinere Laufwerke mit immer größeren Speicherkapazitäten, seien für dieses immense Wachstum verantwortlich. Allein der Anteil dieser Laufwerke am gesamten Markt werde sich von einem Drittel im laufenden Jahr auf über 50 Prozent im Jahr 1989 und auf mehr als zwei Drittel in zehn Jahren vergrößern.

Derzeit gibt es rund 30 Unternehmen, die sich mit der Dünnfilm-Technologie befassen. Darunter sind die Firmen der ersten Stunde wie Ampex und Polydisk, aber auch Neulinge wie Hewlett-Packard und Control Data zu finden.

Die einzige dunkle Wolke am Horizont eines rasch wachsenden Marktes für die Hersteller der Dünnfilm-Platten sieht die IRD-Studie im optischen Speichermedium. Es stelle sich derzeit noch das Problem der Löschbarkeit, die für den Anwender natürlich von großer Bedeutung ist. Zwar arbeiteten die Hersteller an diesem Problem, aber eine vor allem konkurrenzfähige Lösung sei noch nicht in Sicht. Auch dürfte die zögernde Akzeptanz beim Anwender für ein völlig neues Speichermedium nicht außer acht gelassen werden.