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23.09.1988 - 

Rechner läuft unter Unix und Display Postscript:

Next-Rechner hat optischen Speicher

MENLO PARK (CW) - Das seit langem angekündigte Computer-System des US-Unternehmens Next Inc. wird mit einer löschbaren optischen Platte mit einer Speicherkapazität von 300 MB ausgeliefert. Die neue Compact-Disk ist eine Gemeinschaftsentwicklung von Next und Sony.

Next-Gründer und Apple-Vater Steve Jobs machte zwar keine genauen Angaben über das für Oktober erwartete System, deutete auf einer DTP-Konferenz jedoch die Grundzüge des Rechners an. Er forderte die PC-Benutzer auf, sich den "Anforderungen der 90er Jahre" zu stellen und ein System zu kaufen, das sowohl Unix als auch die Bildschirmbeschreibungssprache Display Postscript von Adobe unterstützt. "Tun Sie das nicht", so warnte Jobs die Gäste, "werden Sie ihren Computer samt Software nach zwei Jahren wegschmeißen". Jobs Ausführungen sind jedoch nicht ganz ohne Hintergedanken; Next ist an der Entwicklung von Display Postscript beteiligt.

Nach Angaben von Branchenkennern ist das Next-System mit einem Prozessor 68030 von Motorola (Taktfrequenz: 25 Megahertz) ausgestattet. Im Lieferumfang enthalten ist außerdem ein monochromer 17-Zoll-Monitor mit einer Auflösung von 1280 mal 960 Bildpunkten, ein 3 1/2-Zoll-Diskettenlaufwerk für 1,44 MB sowie ein Hauptspeicher mit einer Kapazität von 4 MB. 1,25 MB davon sind für Videotasks reserviert. Der Clou am Next-ROM: Er enthält den Betriebssystemkern, Display Postscript, die Software X-Window und ein Toolkit für Programmierer, das dem des Macintosh ähnlich ist. Zur Kommunikation mit anderen Systemen hat das Gerät einen Ethernet-Anschluß, ein SCSI-Interface, eine serielle Schnittstelle und einen Midi-Anschluß. Ein eingebautes Modem überträgt Daten mit einer Geschwindigkeit von 9600 Baud pro Sekunde, auf der Platine befinden sich vier 32-Bit-Erweiterungssteckplätze. Der Preis für den Rechner liegt bei zirka 6000 Dollar.

Insiderberichten zufolge wird der Rechner unter dem Betriebssystem Mach laufen, einer Unix-Variante zur Unterstützung mehrerer Prozessoren. Mach ermöglicht außerdem über ein Netzwerk den Zugriff auf die Zentraleinheiten angeschlossener Rechner. Das Betriebssystem unterstützt ferner das X/Window-Protokoll und eine - von Next entwickelte - neue Benutzerschnittstelle. Steve Jobs selbst plant zur Zeit ein Interface für IBM zum Gebrauch mit Big Blues Unix-Variante AIX.