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14.10.1994

Nicht alle Analysten glauben an den Erfolg Oracle wirbt um Anerkennung als Lieferant von Anwendungen

MUENCHEN (CW) - Einmal mehr moechte Oracle-CEO Larry Ellison den Erfolg seiner Anwendungssoftware herbeireden. Er sieht seine Firma spaetestens 1995 als Marktfuehrer. Indes stossen die Produkte auf Skepsis bei den Marktbeobachtern und auf geringes Kaufinteresse vor allem bei den Kontinentaleuropaeern.

Den Grund fuer das Interesse Oracles am Applikationsmarkt bringt Gartner-Analyst Erik Keller auf den Punkt: "Hier sitzt das Geld." Waehrend Keller die Chancen von Oracle positiv bewertet, gehen andere US-Analysten davon aus, dass es Oracle grundsaetzlich am Verstaendnis fuer den Anwendungsmarkt mangelt. "Das Unternehmen hat nicht die richtige Unternehmenskultur", zitiert die CW- Schwesterpublikation "Infoworld" Dwight Davis vom Washingtoner Newsletter "Windowswatcher".

Kuerzlich musste Ellison einraeumen, dass das Rechnungswesen und die Finanzbuchhaltung nur mangelhaft mit Support und Dienstleistung unterstuetzt werden. Er versprach, neue Mitarbeiter einzustellen, die das Problem aus der Welt schaffen sollen.

Ferner soll es, so Ellison, kuenftig einfacher sein, Orcale- Applikationen zu installieren.

Ausserdem kaufte sich der Konzern Know-how. Fuer 4,5 Millionen Dollar erwarb er 15 Prozent der Datalogix International Inc. und hat bereits begonnen, deren Produktionssoftware "Gemm" zu vermarkten. "Wenn Oracle mit seiner Anwendungssoftware so erfolgreich sein will wie SAP, muss das Unternehmen hier investieren", kommentiert Keller. "Um erfolgreich zu sein, bedarf es mehr als ein paar Experten", haelt Davis dagegen.