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24.09.1982 - 

Der Einsatz eines Textsystems hängt von vielen Auswahlkriterien ab

Nicht die Hardware ist entscheidend

Die Auswahl eines Textsystems wird durch die Vielzahl der angebotenen Geräte immer schwieriger: Der Anwender steht vor der Qual der Wahl. Welches System eingesetzt wird, hängt von den Aufgaben und Besonderheiten der Informationsverarbeitung im Büro und vom technischen Entwicklungsstand des Textsystems ab.

Der Vielfalt der Aufgaben, für die dem Benutzer Textsysteme zur Verfügung stehen, entspricht die Vielfalt in der technischen Ausgestaltung der Systeme. Die Bandbreite reicht vom Einzelplatzsystem über EDV-Systeme mit Textverarbeitung als Bestandteil der Software bis hin zu Mehrplatzsystemen für integrierte Bürokommunikation.

Außerdem bieten moderne Textsysteme inzwischen die Möglichkeit des Informationsaustausches mit Hilfe von Datenfernverarbeitung und lokalen Netzwerken. In der höchsten Integrationsstufe realisieren sie die Verarbeitung von Zahlen, Texten, bildlichen Darstellungen und gesprochener Sprache gleichermaßen.

Geht man davon aus, daß dieses breitgefächerte Angebot an Systemen die Forderungen der Anwender mehr oder weniger stark reflektiert, wird deutlich, daß es kein formales Kriterium gibt, aus dem heraus sich isoliert eine Entscheidung für den Einsatz eines Textsystems ableiten ließe.

Lange Zeit hat das Schriftgutvolumen eine entscheidende Rolle gespielt. Mit Einschränkungen gilt das auch heute noch, wenn ein hoher Schriftgutanfall, sei es nach individuellem Diktat oder in standardisierbarer Form, von vorneherein den Einsatz eines Textsystems sinnvoll erscheinen läßt. Aber Auslastung allein ist angesichts der stark gefallenen Hardwarepreise nicht mehr der wichtigste Gesichtspunkt. Das dominierende Kriterium ist die mögliche Anwendung und damit die Software, die Problemlösung steht also bei allen Überlegungen im Vordergrund.

Das Preis-/Leistungsverhältnis moderner Systeme und die Variationsbreite der Funktionen ersparen dem potentiellen Anwender, sich mit dem Kauf der Hardware auf absehbare

Zukunft festzulegen, oder von vorneherein mit einem möglicherweise hohen Risiko eine Totallösung anstreben zu müssen. Ist das Textsystem modular aufgebaut, paßt es sich jedem gegenwärtigen oder zukünftigen Organisationsgrad des Unternehmens an und kann mit den steigenden Anforderungen wachsen. Damit überlaßt es dem Anwender auch die Entscheidung, welche organisatorischen Veränderungen in Arbeitsablaufen und Kommunikationseinflüssen er in Kauf nehmen und bewußt durchführen will.

Die Textverarbeitung ist an einem Punkt angekommen, an dem der Anwender nicht mehr eingeschränkt wird durch Schmalspurigkeit der Konzeption, technische Limitierungen, das Fehlen einer Zukunftsperspektive oder nicht vertretbare finanzielle Belastungen. Natürlich hat er damit, wenn er den Einsatz eines Textsystems plant, auch die Qual der Wahl. Andererseits braucht er keine Zwangsjacke mehr zu akzeptieren.

Diese nicht nur konzeptionelle, sondern tatsächliche Offenheit für die planerisch sicherste, organisatorisch beste und betriebswirtschaftlich günstigste Lösung mindert das Risiko auf allen Entscheidungsebenen und in allen betroffenen Bereichen. Der Anwender sollte nicht zögern, seine Probleme zu artikulieren, seine Wünsche anzumelden, seine Forderungen aufzustellen, seine Perspektiven aufzuzeigen.

*Wilhelm Jerosch ist Leiter des Schulungsbereiches der Wang Deutschland GmbH, Frankfurt.