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13.09.1996 - 

Leserbrief/

Nicht immer die optimale Vorgehensweise

Diese Art von pauschalisierenden Artikeln sind es, die die Anwendungsunternehmen verunsichern. Sie sind zu allgemein und deshalb falsch.

Statt von CASE als "Computer Aided Software Engineering" spreche ich lieber von "Systems Engineering" und meine damit den gesamten Bereich von der fachlichen Anforderungsdefinition und Prozeßmodellierung bis hin zur Softwarespezifikation und Programmierung. Durch die Verwendung eines integrierten CASE-Tools ist es möglich, die Modelle aus verschiedenen Phasen auf Korrektheit und Vollständigkeit zu überprüfen, zum Beispiel durch Cross-Checks.

Daß integriertes CASE auf dem Wasserfall-Modell basiert, ist ebenso falsch wie der Versuch, integriertes CASE gegen offene CASE-Umgebungen abzugrenzen. Meine Firma verwendet ein Phasenmodell, welches zyklisch ist, und Tools, die ein Reverse-Engineering erlauben. Außer von einer hohen Softwarequalität, stets aktueller Dokumentation sowie der Einhaltung von Firmenstandards profitieren die Unternehmen im allgemeinen darüber hinaus von der Wartbarkeit der mit I-CASE erstellten Anwendungen.

Die Grafik in dem Sneed-Artikel suggeriert, daß die vorgestellte Vorgehensweise optimal für die Durchführung von Softwareprojekten ist. Das ist in der Praxis jedoch häufig nicht der Fall. Diese mehr klassische Sicht der Software-Entwicklung führt aufgrund unterschiedlicher Repositories - upper und lower CASE-Repository -zu Brüchen zwischen den darin gespeicherten Modellen. Außerdem zieht die Verwendung unterschiedlicher Werkzeuge oft semantische Lücken zwischen den verwendeten Methoden nach sich. Ein durchgängiger Systementwurf von der fachlichen Anforderung bis zur Software-Entwicklung kann somit nicht gewährleistet sein.

Dr. Michael Dahr, Geschäftsführer Dr. Dahr Consulting GmbH, Bonn.