Melden Sie sich hier an, um auf Kommentare und die Whitepaper-Datenbank zugreifen zu können.

Kein Log-In? Dann jetzt kostenlos registrieren.

Falls Sie Ihr Passwort vergessen haben, können Sie es hier per E-Mail anfordern.

Der Zugang zur Reseller Only!-Community ist registrierten Fachhändlern, Systemhäusern und Dienstleistern vorbehalten.

Registrieren Sie sich hier, um Zugang zu diesem Bereich zu beantragen. Die Freigabe Ihres Zugangs erfolgt nach Prüfung Ihrer Anmeldung durch die Redaktion.

29.09.2000 - 

Internet-Sicherheit/Kommentar

Nicht jammern, sondern machen

Dass Sicherheit sein muss, um das Vertrauen von Kunden und Partnern zu gewinnen, und Mängel das E-Business stören, ist so oft wiederholt worden, dass Mahnungen und Appelle inzwischen schal klingen. Doch ganz klar: Noch immer ist die Botschaft nicht bei allen angekommen und vor allem wissen viele nicht, was sie tun können.

Unternehmen schaffen sich eine Firewall an und wähnen sich geschützt. Tatsächlich gibt es aber kein Allheilmittel gegen Viren, Hacker, verbotene Inhalte, Datenmissbrauch und -klau. Deshalb propagieren Berater und Hersteller heute ein umfassendes Sicherheits-Management, das die technischen Möglichkeiten in einen organisatorischen Zusammenhang stellt. Das alles hilft jedoch nicht, wenn Anwender die selbst aufgestellten Regeln brechen und ihre Konzepte mit Ausnahmen umschiffen. Statistiken beweisen, dass hauptsächlich Leichtfertigkeit im Umgang mit Schutzmechanismen der kriminellen Energie Tür und Tor öffnet. Doch ist eine kritische Distanz zu all den Standards und Produkten im "E"-Umfeld auch nicht verkehrt. So berichtete ein Vorstand der Hypo-Vereinsbank kürzlich, letztlich erweise sich als beste Abwehr von Viren und Hackern noch immer, das gesamte Netz etwa für eine Stunde pro Tag "herunterzufahren". Damit werde es gereinigt und auch wegen der Tatsache, dass der Konzern im Backend Host-Protokolle nutze, sicherer. Das drastische Beispiel dürfte allen Verkäufern den Wind aus den Segeln nehmen, die glauben machen wollen, eine Technik allein, sei es Firewall oder Virendetektor, könne hinreichend schützen. Die Quintessenz? Sicherheit im Internet stellt sich nicht von allein ein. Anwender brauchen ein Konzept, Hersteller müssen den Umgang mit ihren Produkten vereinfachen. Da bleibt noch viel zu tun. Stattdessen nur über die Netzunsicherheit zu klagen, ist unangebracht. uo