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Nicht mit dem Laptop ins Bett

29.07.1994

Mit dem elektronischen Publizieren verhaelt es sich in der Regel noch so wie mit der Computernutzung allgemein: Der Rechner dient als Sammel- und Verwertungsstelle fuer Informationen. Das waer's dann aber auch. Die Praesentation der aufbereiteten Datenmengen erfolgt auf Papier.

Der Einsatz von Desktop-Publishing-Systemen in einer vor allem am Ende noch wenig computerisierten Produktionskette entspricht diesem Szenario. Doch selbst wenn der gesamte Herstellungsprozess von der Informationstechnik begleitet wird, bedeutet Electronic Publishing in diesem Zusammenhang nur, dass bei der herkoemmlichen Form publizistischer Aktivitaeten ein hoeherer Automatisierungsgrad mit groesseren gestalterischen Moeglichkeiten erreicht wurde - Papier ist immer noch mit im Spiel.

Weltweite Netze wie das Internet und Speichertechnologien wie CD- ROM bieten voellig neue Perspektiven fuer verlegerische Ambitionen auf dem informationstechnischen Sektor. Electronic Publishing hat hier weitreichendere Bedeutung. Es beschreibt nicht nur den Produktionsablauf, sondern die Art der Praesentation. Mit CD-ROMs und Hypertext-basierten Online-Systemen als Traegermedien lassen sich Informationen multimedial und intuitiv bedienbar aufbereiten.

Dieses Marktsegment ist derzeit nicht mehr als ein Acker, den es zu bestellen gilt. Einige haben ihre Saat schon ausgestreut, doch bis sie aufgeht, wird es noch dauern. Publizistischer Erfolg ist eng verbunden mit der Akzeptanz des Traegermediums und der fuer die Verbreitung der Produkte erforderlichen Infrastruktur.

Herkoemmliche Print-Erzeugnisse fuer den Massenmarkt elektronifiziert an den Mann zu bringen, scheint wenig erfolgversprechend. Im Bett statt dem Taschenbuch den Laptop auf den Knien? Der selbst entworfene Kriminalfilm? Die Fussballnachrichten zum Fruehstueck ueber den PC konsumieren? Das kann es nicht sein. So High-Tech-verliebt hat sich Deutschland bisher nicht praesentiert - mit Ausnahme der Kids, die gegenueber ihren Nintendos keine Beruehrungsaengste zeigen.

Vorteile bringen die neuen Medien allerdings, wenn es darum geht, schnell und spezifisch Informationen zu beschaffen. Das ist in erster Linie dort der Fall, wo Fachwissen gefragt ist. Doch bisher sind es in der Relation zum Potential nur wenige, die die neuen Informationsmoeglichkeiten tatsaechlich nutzen. Der Erfolg von Electronic Publishing haengt also von der Schnelligkeit ab, in der wir uns zur Informationsgesellschaft entwickeln. Bisher sind nur Ansaetze sichtbar.