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29.02.1980 - 

Angestelltenkonferenz der IG Metall in München:

Nicht nur an Symptomen kurieren

29.02.1980

FRANKFURT (CW) - In Fragen der Büro-Rationalisierung will die IG Metall nicht länger nur an den Symptomen herumkurieren. Auf der 10. Angestelltenkonferenz, die vom 5. bis 7. März in München stattfindet, werden die 234 Delegierten nach Angaben des geschäftsführenden Vorstandsmitgliedes der IG Metall, Lutz Dieckerhoff, überlegen, "wie die enormen Produktivitätsfortschritte im Büro für die Arbeitnehmer genutzt und zugleich negative Folgen von vornherein ausgeschlossen werden können".

Die Angestellten stehen im Mittelpunkt der unternehmerischen Rationalisierungsmaßnahmen, stellt die Gewerkschaft fest. "Computergestützte Tätigkeiten", wie in der Konstruktion beispielsweise, bedeuten für die Arbeitnehmer Standardisierung, Zerstückelung, Arbeitsintensivierung und die Vernichtung von Arbeitsplätzen.

Das Ziel der Gewerkschaftler ist nicht, als Maschinenstürmer und Fortschrittsfeinde aufzutreten, erklärte Dieckerhoff. Vielmehr müsse die Gewerkschaft darauf achten, daß der Gewinn, der aus dem Einsatz neuer Technologien fließe, auch den Arbeitnehmern zugute käme. Als positive Bedingungen nennt Dieckerhoff die Erhaltung und Schaffung von Arbeitsplätzen, den Erhalt und Ausbau des sozialen Besitzstandes, Abbau von Streß und Hetze, Arbeitszeitverkürzung sowie die Finanzierung der Folgekosten nach dem Verursacherprinzip. In fünf Arbeitsgruppen werde die Konferenz ein schlüssiges Konzept zur Umsetzung ihrer Forderungen beraten.