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24.10.1997 - 

Betriebliche Standardsoftware/Kommentar

Nicht überall ist der Kunde König

Der Kunde steht im Mittelpunkt. Dieser Standardsatz der Marketiers - man kann ihn nicht mehr hören - beruht hierzulande (noch) auf Wunschdenken; nur zu offensichtlich straft die alltägliche Wirklichkeit die Schönredner Lügen. So wundert es nicht, daß auch die herkömmlichen Standardsoftwarepakete dem Kunden kaum "Rechnung tragen". Sie decken im wesentlichen die operativen Aufgaben ab - mehr nicht.

Doch eine Reihe neuer Standardsoftware-Produkte wie die von Clarify oder Siebels befaßt sich mit Kundengewinnung, Kundenbindung, Kundenservice im weitesten Sinne. Noch ist nicht überall absehbar, wie die etablierten Anbieter auf diese neuen Wettbewerber reagieren werden.

Die SAP - ohnehin bis zum Anschlag ausgelastet mit der Zerlegung ihres umfangreichen Produktpakets - bemüht sich, ihre Vertriebs- und Entwicklungspartner in diese Arbeit einzubinden. Baan geht den anderen Weg: Mit der Übernahme von Aurum Software kauft man einfach das benötigte Front-Office-Know-how.

Nicht gelöst ist bei den großen Software-Companies auch das Problem, mit ihren Produkten die gesamte Wertschöpfungskette des Kunden abzudecken. Softwareprodukte von I 2 Technologies, Manugistics und anderen sind gefragter denn je. Auch hier kommen die großen der Branche spät und reagieren mit Zukauf oder Eigenentwicklung.

Man darf gespannt sein, ob es Unternehmen wie SAP, Baan und anderen auf Dauer nicht schadet, daß sie in zentralen, wettbewerbsentscheidenden Funktionen erst sehr spät mit eigenen Produkten auftreten.