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10.10.1986

Nichts dazugelernt

Die Computer-Industrie hat nichts dazugelernt. Es ist schon eine Farce, was die Hersteller derzeit auf dem Mikroprozessorfeld bieten. Da werden 80286er produziert, die nur mäßigen Absatz finden - und schon wirbt die Avantgarde (Compaq etc.) mit 386er-Maschinen für die "neue PC-Generation". Kommt nun gar der 40-Bit-PC? Und wie wird IBM auf die Compaq-Herausforderung reagieren?

Wen - außer ein paar DV/Org.-Steinzeitmenschen, Journalisten und Marketingleute - interessiert das schon? Eine Rückkehr zum "menschlichen" Maß in der DV hatten die Informatik-Päpste angesichts der Möglichkeiten der PCs verlangt. Die läßt auf sich warten. Die Anbieter kehren nun erst mal ins Technikparadies zurück.

Doch die Macht der Bitfummler ist gebrochen. Das Wichtigste wurde nämlich versäumt: etwas für den Anwender zu tun. Dafür wurden Millionen in alberne PC-Werbung gesteckt (Charlie Chaplin!). Es ist an der Zeit, die richtigen Aktionen zu machen. Die Selbstdarstellung der DV-Industrie muß wahrhaftiger werden. Nur über Glaubwürdigkeit ist der Kunde zu beeindrucken.

Da, wo es um die Anwendung geht, kommen die Widersprüche zwischen der Wishfull-thinking-Ideologie der Hersteller und den Forderungen der Benutzer heraus. Während die DV-Marketiers noch fragen, in welche Unternehmensstrukturen der PC eingebaut werden kann (das Brot der frühen MDT-Jahre!), wollen die Informationsmanager wissen, welche Unternehmenskulturen mit dem PC überhaupt erst möglich werden. Die Anwender haben dazugelernt - die DV-Industrie muß aufwachen, will sie nicht ihr "blaues" Wunder erleben.