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30.10.2012 - Getdigital Leopold

Nichts für Flachtipper (Kurztest)

Benjamin Schischka
Angenehmes Tippgefühl bei Staccato-Sound – die mechanische Tastatur von Getdigital unterscheidet sich deutlich vom Standardbrei der Tastenbretter.
Hohes Staccato statt leise-dumpf: Diem mechanische Tastatur "Leopold" von Getdigital ist anders als gewöhnliche Eingabegeräte.
Hohes Staccato statt leise-dumpf: Diem mechanische Tastatur "Leopold" von Getdigital ist anders als gewöhnliche Eingabegeräte.
Foto:

Die mechanische "Leopold-Tastatur" wurde für den deutschen Markt exklusiv von Getdigital entwickelt. Mechanische Tastaturen haben anders als herkömmliche Tastenbretter keine Kontaktfolie, die den Tastendruck an einen Controller weitergibt, sondern pro Taste einen mechanischen Mikroschalter (bei der Leopold vom Typ Cherry MX Brown).

Das hat den Vorteil, dass der nötige Kraftaufwand pro Tastendruck vergleichsweise gering ist. Und tatsächlich tippt es sich angenehm leicht auf der Leopold – wenn man mit den hohen Tasten zurechtkommt. Für Notebook-gewöhnte "Flachtipper" bedeutet die Leopold mit einem Tastenweg von circa 4 Millimetern und einer Höhe von 19 Millimetern zunächst eine Umstellung. Angenehm ist auch der deutliche Druckpunkt, den man bei den besagten 4 Millimetern spürt. Im Vergleich fühlt sich eine nicht-mechanische Standardtastatur schwammig an.

Eine Umstellung steht auch beim Tippgeräusch an. Anders als Standardtastaturen klingt die Leopold nicht leise-dumpf, sondern tönt bei Schnelltippern im hohen Staccato. Das wirkt aber keineswegs unangenehm und ist auch für Großraumbüros geeignet. Büro-freundlich ist übrigens auch die Tatsache, dass Sie für die Leopold keine Extra-Software installieren müssen. Der Windows-Standardtreiber genügt.

Ein Fliegengewicht ist die Leopold mit ihren 105 Tasten nicht gerade. Sie bringt 1,3 kg auf die Waage – verharrt dafür aber auch bei wildem Tippen rutschfest auf dem Schreibtisch. Schön ist, dass Getdigital dem mitgelieferten USB-Kabel (1,80 Meter) für die Tastatur auch einen Adapter beilegt für USB auf PS/2 – wenngleich dieser Oldie-Anschluss kaum noch verbreitet ist.

Der Adapter hat aber noch einen anderen Sinn, als nur die Kompatibilität mit alten Rechnern zu gewährleisten. Während die Leopold über den USB-Anschluss maximal sechs gedrückte Tasten gleichzeitig erfassen kann, sind es über den PS/2-Adapter unbegrenzt viele, verspricht der Hersteller.

Für Geeks und Zehn-Finger-Schreiber gibt es die Leopold wahlweise auch in einer Version ohne Tastaturbeschriftung. Auf den Preis von 119,90 Euro hat die Wahl keine Auswirkung.

Fazit: Auch andere mechanische Tastaturen bewegen sich im preislichen Umfeld von deutlich über 100 Euro – etwa die für Gamer entwickelte Razer BlackWidow Ultimate. Jedoch bietet letztere zusätzlich Extras, die Sie bei der Leopold vergeblich suchen werden – etwa eine Hintergrundbeleuchtung oder Funktionstasten. Trotz des hoch angesetzten Preises: Das angenehme Tippgefühl und der schlicht-edle Look machen die Leopold für anspruchsvolle Vieltipper interessant. (tö)

Dieser Artikel basiert auf einem Beitrag unserer Schwesterpublikation PC-Welt.
Autor: Benjamin Schischka

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