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20.05.1994

Nichts Neues und doch vieles anders

Die erwaehnten (alten) Zeiten des blossen File-Transfers zwischen wenigen Rechnern sind endgueltig passe; wer heute ueber PC-Netze spricht, der redet auch von Electronic Mail, Fax, Datenbankanbindung und externer Kommunikation und damit ueber das Netzwerk-Betriebssystem als eine in ein Kommunikations- Gesamtkonzept zu integrierende Komponente", hiess es vor Jahresfrist an gleicher Stelle in der COMPUTERWOCHE. Und der Chronist hat seiner damaligen Einschaetzung - auf den ersten Blick jedenfalls - nur wenig hinzuzufuegen.

Nichts Neues also, koennte man meinen - wozu dann eine Beschaeftigung mit diesem Marktsegment? Bevor nun die Marketiers aller in Frage kommenden Hersteller ein lautes Protestgeschrei erheben, schnell zurueck zum Thema. Natuerlich hat sich in den vergangenen zwoelf Monaten etwas getan; etwa der Fuehrungswechsel bei Novell. Spass beiseite: Aus dem von vielen prognostizierten Showdown der beiden Giganten Novell und Microsoft ist ein Marathonlauf um die Gunst der (zukuenftigen) Anwender geworden, dessen Sieger bei weitem noch nicht feststeht. Bis dato ist jedenfalls im PC-Networking-Markt alles beim alten: Ein unangefochtener Platzhirsch (Novell), eine traege und dennoch stabile Nummer zwei (IBM), ein potenter Newcomer, der die Etablierten Mores lehren will (Microsoft) sowie ein ewig Totgesagter (Banyan), der sich seinen exklusiven Nischenmarkt zurechtgezimmert hat. Und es gibt, nicht zu vergessen, einen Prediger von mehr Gleichberechtigung im Peer-to-peer-LAN (Artisoft).

Nun sind aber Marktentwicklungen die eine, technische Neuerungen die andere Sache. Dennoch, wer die (technischen) Zeichen der Zeit im PC-LAN-Business Revue passieren lassen will, findet nirgendwo besseren Anschauungsunterricht als beim geradezu verzweifelten Bemuehen des Marktfuehrers aus Provo, sich von einer reinen LAN- Company zu einem umfassenden Enterprise-Networking-Systemanbieter zu wandeln. Dass PC-Betriebssystem- und Netzwerk-Betriebssystem- Ebene miteinander verschmelzen oder schon verschmolzen sind, ist in diesem Zusammenhang bereits Schnee von gestern. Wer heute ueber LANs redet, meint in der Tat unternehmensweites Networking im Sinne von interner LAN-to-LAN-Kopplung - gepaart mit "Zukunftsproblemen" wie Multimedia beziehungsweise flexibler Bandbreite am Arbeitsplatz inklusive dazu notwendiger Techniken wie Fast Ethernet und ATM. Im PC-Networking also wirklich nichts Neues? So gesehen nicht, denn gestern wie heute gilt: Es geht nicht um optimales Drucker-Sharing, sondern um eine fuer die Unternehmenskommunikation strategische Frage.