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Niederländische KPN fährt Outsourcing zurück

26.07.2007
Der Carrier holt nach sechs Jahren weite Teile der IT, aber keine Mitarbeiter wieder ins Haus.

KPN und Atos Origin ordnen ihre Beziehung in den Niederlanden neu und passen sie an die veränderte Strategie des Carriers an. Dazu wird Atos Origin große Teile der IT an KPN zurückübertragen. Der erste Outsourcing-Vertrag der Partner stammt aus dem Jahr 2001. Damals hatten sich die Unternehmen auf ein Abkommen mit einer Laufzeit von sechs Jahren und ein Volumen von 1,1 Milliarden Euro geeinigt. Im Zuge des Übergangs wechselten mehr als 1000 Mitarbeiter sowie elf Rechenzentren zu Atos Origin. Die Leistungen erstreckten sich auf den RZ-Betrieb, Endbenutzerdienstleistungen, Systemintegration, Beratung und Anwendungsbetreuung in den Niederlanden, Deutschland und Belgien.

Die nun angestrebte Vertragsverlängerung sieht vor, dass Atos Origin wie bislang die Anwendungen pflegt und zum Teil exklusiv integriert. Ansonsten musste Atos Origin jedoch einige Abstriche hinnehmen: Da KPN derzeit daran arbeitet, sich als Anbieter im niederländischen Markt für Infrastrukturdienstleistungen zu etablieren, und dazu Housing- und Hosting-Services anbieten möchte, wird Atos Origin drei der sechs Rechenzentren in den Niederlanden an KPN zurückübertragen. Darüber hinaus muss Atos Origin wieder die Endbenutzerdienstleistungen an KPN übergeben. Auch hier ist der Grund, dass der Carrier ins Desktop-Management-Geschäft einsteigen möchte. "Das sind schlechte Neuigkeiten für Atos Orgin", kommentiert Ovum-Analyst Dominique Raviart das deutlich gestutzte Abkommen. "Bislang basierte der Erfolg des Dienstleisters in den Niederlanden auf großen Abkommen mit KPN und Philips. Sie haben dem Unternehmen dazu verholfen, die Marke von einer Milliarde Euro Umsatz im Land zu überspringen."

Die neuen Abkommen führen zu keinen Personalbewegungen zwischen den beiden Unternehmen. "Dass KPN zwar Rechenzentren, aber keine Mitarbeiter übernommen hat, haben wir sehr interessiert zur Kenntnis genommen", wunderte sich Raviart. Atos Origin kündigte an, auf Restrukturierung zu verzichten: Man werde weiterhin RZ-Dienste für KPN betreiben. Außerdem steige die Nachfrage durch andere Kunden. (jha)