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24.11.1995

Niederlassungen in Europa nicht betroffen Apple-Cloner Radius halbiert fast die Belegschaft in den USA

MUENCHEN (CW) - Die Radius Corp., Lizenznehmer des Apple- Betriebssystems, macht den Macintosh-Hersteller mitverantwortlich fuer die prekaere Situation, die auch im vierten Quartal zu Verlusten fuehrte.

Nachdem im September bereits 90 der 520 Mitarbeiter entlassen worden waren und einige freiwillig das Unternehmen verliessen, wurde die Belegschaft nun fast halbiert, nur etwa 170 Leute bleiben in Lohn und Brot. Nach Angaben der deutschen Niederlassung in Hamburg sind die europaeischen Radius-Bueros von der Einsparung nicht betroffen. "Fuer uns besteht keine Veranlassung, etwas Derartiges zu tun, wir arbeiten profitabel", erklaerte Bernd Flurer, Geschaeftsfuehrer der deutschen GmbH.

Zu den zukuenftigen Plaenen hinsichtlich Produktportfolio und Lizenzpolitik wollte sich Flurer noch nicht aeussern, "unser Vice- President kam erst diese Woche aus den USA zurueck". Derzeit beratschlage man die weiteren Schritte.

Radius wirft Apple insbesondere vor, die Lizenzpolitik fuer das Mac-OS zu restriktiv zu handhaben. Die Spindler-Company wolle mit den Lizenzgebuehren kraeftig Geld verdienen, berichtet der britische Branchendienst "Computergram" unter Berufung auf Radius-Sprecher in den USA. Apple solle sich lieber um die Ausweitung der Marktanteile kuemmern und nur eine nominelle Lizenzgebuehr verlangen, fordert Radius.

Die CW-Schwesterpublikation "Macweek" berichtet, dass wegen der juengsten Preissenkungen bei Apple in den USA nun die Radius- Produkte teurer als das Original sind. Ausserdem, so das Blatt, ueberlege Radius derzeit, das Headquarter in Sunnyvale aufzugeben und in ein kleineres Buero nahe dem Flughafen in San Jose zu ziehen. Trotz der Negativschlagzeilen will der Cloner Anfang 1996 einen Mac-Rechner mit PCI-Bus auf den Markt bringen.