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23.10.1998 - 

Workspace und Server on Demand

Niedrige Betriebskosten sollen Microsoft-Dominanz aushebeln

Der für den 30. Oktober dieses Jahres angekündigte On-Demand Server läßt sich funktional unter drei Aspekten betrachten. Er erweitert E-Business-Anwendungen zum Beispiel um benutzer- oder gruppenspezifische Funktionen oder Persistenz von Daten über mehrere Arbeitssitzungen hinweg. Web-Server werden beispielsweise um eine einheitliche Middleware-Infrastruktur sowie um zentrale und dynamische Client-Verteilung ergänzt. Im Vordergrund steht jedoch die Ausdehnung der System-Management-Funktionen auf Java- und Web-Anwendungen (siehe Kasten). So lassen sich jetzt Fehler, die am Browser auftreten, direkt an eine zentrale Management-Konsole melden.

Das auf Javabeans beruhende Toolset unterstützt dabei Server-Plattformen wie Windows NT, OS/2, AIX und OS/390, die Web-Browser von Microsoft und Netscape sowie alle gängigen Web-Server. Unter ihnen hebt das Unternehmen das Freeware-Produkt "Apache" hervor, das zudem als Web-Server auf Großrechnersystemen mit dem OS/390-Betriebssystem zum Einsatz kommen soll.

Die generelle Aufgabe des On-Demand Server ist es, den Administratoren das Leben leichter zu machen. Außerden sollen damit die Betriebskosten von Web-basierten Systemen deutlich unter die von Client-Server-Umgebungen auf PC-Basis gesenkt werden, um so eine attraktive Alternative zu Windows- und NT-Umgebungen zu bieten.

In dasselbe Horn stößt die IBM mit ihrer zweiten Ankündigung. Ebenfalls zum 30. Oktober soll die Version 2 von Workspace on Demand freigegeben werden. Dieses Konzept, mit dem sich Anwendungslast flexibel zwischen Client und Server aufteilen läßt, unterstützt jetzt neben den NCs von IBM und einer Reihe zusätzlicher PCs auch Clients unter Windows NT oder Windows 95. Das heißt, daß Windows-Anwendungen von einem Workspace-on-Demand-Server hochgefahren werden können. Auf diese Weise lassen sich auch solche Arbeitsplätze verschlanken. Außerdem wurde die Bedienung vereinfacht und Komponenten wie die Java Virtual Machine (JVM) oder der Browser auf den aktuellen Stand gebracht.

Insbesondere die Einbeziehung der Microsoft-Umgebungen soll es den Anwendern in den Fachabteilungen schmackhaft machen, die Freiräume aufzugeben, die sie sich während der PC-Revolution in den 80er Jahren geschaffen haben. Damals ging es darum, den vom Heim-PC gewohnten Komfort am Arbeitsplatz durchzusetzen. Nun sollen mit Hilfe der für Kostenargumente aufgeschlossenen Unternehmensleitungen wieder zentral administrierbare IT-Umgebungen entstehen. Java und das Web, so die IBM, geben den DV-Abteilungen die Technik, um die Macht wieder an sich zu reißen, ohne daß die Anwender davon Nachteile hätten oder überhaupt viel von der Umstellung merkten.