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02.11.1990 - 

Rote Zahlen im dritten Quartal

Niedrige DPAM-Chip-Preise bereiten TI und AMD Probleme

DALLAS/SUNNYVALE (CW)- Erneut finanzielle Sorgen für amerikanische Speicher. Chip-Produzenten: Texas Instruments und Advanced Micro Devices mußten im dritten Abschnitt des laufenden Geschäftsjahres Quartalsverluste hinnehmen.

Chipmaker Texas Instruments (T1) aus Dallas hatte schon seit Wochen vor roten Zahlen im dritten Quartal 1990 (30. September) gewarnt , (siehe auch CW Nr.41 vom 12. Oktober 1990, Seite 4). Nun bewahrheiteten sich die Befürchtungen: Die Texaner machten in den vergangenen drei Monaten einen Verlust voll sieben Millionen Dollar.

Im vergleichbaren Vorjahresquartal hatte TI noch 65 Millionen Dollar verdienen können. Dies sind die ersten roten Zahlen seit gut vier Jahren. Immerhin stieg der Umsatz im Berichtsquartal um sieben Prozent auf 197 (Vorjahresabschnitt: 1,6) Milliarden Dollar an.

Für die kommenden zwei Abschnitte haben die Texaner kaum Hoffnung auf Besserung. Der Preisverfall bei Speicher-Chips und die schwierige wirtschaftliche Situation in den USA werde auch weiterhin die Ergebnisse beeinträchtigen, verlautete aus dem Unternehmen.

Wie das "Wall Street Journal" berichtet, könnte es nun bei T1 auch zu mehr Entlassungen als den geplanten 1000 Angestellten aus deren Geschäftsbereich Verteidigungselektronik kommen. Wir werden Fortfahren unsere Aktivitäten den Marktbedürfnissen anzupassen", erklärte ein Unternehmenssprecher.

Der kalifornische Speicher-Chip-Hersteller Advanced Micro Devices (AMD) aus Sunnyvale ist im dritten Quartal dieses Jahres ebenfalls gerupft worden. Er mußte einen Verlust von 17,78 Millionen Dollar hinnehmen, nachdem im vergleichbaren Vorjahresabschnitt noch ein Gewinn von knapp 13 Millionen Dollar eingefroren worden war.

Auch bei den Einnahmen konnten die Kalifornier das Vorjahresniveau nicht erreichen. Erzielt wurden 254,2 (drittes Quartal 1989: 274,2) Millionen Dollar.

Insgesamt muß AMD für die ersten neun Monate des laufenden Geschäftsjahre, schon 10,6 Millionen Dollar Verlust answeisen. Im Vorjahreszeitraum verdienten die Kalifornier immerhin noch 34,2 Millionen Dollar.

Umsatzmäßig liegt der Halbleiterhersteller aus Sunnyvale mit 793,3 (814,9) Millionen Dollar ebenfalls unter, den Zahlen der ersten neun Monate des vergangenen Fiskaljahres.