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16.07.1993 - 

SATIRE

Nieten in Nietenjeans

Geschichten, die das Leben schreibt: Ein Unternehmensberater im sonnigen Kalifornien will bereits seit laengerem gewusst haben, dass bei Apple Entlassungen anstehen. Der Mann ist Autor von Sachbuechern, die unter anderem das Thema Outplacement behandeln. As you know: Mit Outplacement werden Abschiebmethoden beschrieben - wie man etwa raffiniert eine Grube auspolstert, die man anderen gegraben hat. Nun seien auf einmal die Tantiemen gestiegen, weil auffaellig viele seiner Buecher im Raum Cupertino, dem Firmensitz Apples, verkauft wurden, berichtet der Berater. Da habe der Schluss nahegelegen: Fallobst bei Apple. Bringt Trauerwein auf die Idee zu fragen, wo derzeit in Deutschland "Nieten in Nadelstreifen" am meisten verkauft werden.

Dass dieser Ogger-Befund hierzulande ueberhaupt zum Bestseller werden konnte, bietet an und fuer sich schon Stoff genug fuer Spekulationen: Steht eine Revolution in der Herrenmode

bevor? Sebastian will hier keine Oggersche Pointe versauen, aber es gibt auch viele Nieten an und vor allem in Jeans - das ist kein Privileg der Nadelstreifen-Aristokratie. Unwahrscheinlich auch, dass der Nieten-Boom Rueckschluesse zulaesst auf den Seelenzustand bundesdeutscher Manager im allgemeinen und die Personalsituation bei den hiesigen DV-Firmen im besonderen - kein Vergleich mit Cupertino also. Dabei ist die Erklaerung so einfach: Vor dem Sommerurlaub deckt sich so mancher mit leichter Lektuere ein - man goennt sich ja sonst nichts.