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Geschäftsabschlüsse als Beweismaterial


01.06.1990 - 

Nixdorf dementiert Gerüchte um Targon

MÜNCHEN (cw) - "Das Gerücht um die Einstellung der Targon-Produktfamilie zugunsten der MX-Linie von Siemens ist gegenstandslos", so heißt es in einer offiziellen Erklärung der Nixdorf AG. Um etwaige Zweifel auszuräumen, veröffentlichen die Paderborner als "Beweismaterial" ihre jüngsten Geschäftsabschlüsse mit Großanwendern.

220 Unix-Systeme des Typs Targon /31 sowie 570 Schalterbeziehungsweise Kassenplätze und 500 Personal Computer wird Nixdorf der Hamburger Sparkasse liefern. Das Kreditinstitut will ein flächendeckendes DV-Netz auf Unix-Basis errichten. "Das Haus Nixdorf hat uns bestätigt, daß die beiden Unix-Reihen über einen längeren Zeitraum parallel unterstützt werden", hat sich Herbert Burmeister, Leiter der DV-Organisation bei der Hamburger Sparkasse, versichert.

Sein Unternehmen entscheide sich trotz des "Nixdorf-Dilemmas" für deren Produkte, weil die Bank-Peripherie dem Kreditinstitut sehr zustatten komme. Auch von Siemens gebe es eine Bestätigung, daß beide Produktlinien aufrechterhalten blieben - allerdings nur mündlich.

Die Konsequenz der Hamburger Sparkasse: "Wir werden uns auf der Targon-Ebene frühzeitig voll eindecken, mit der Gesamtheit aller Systeme, die wir einsetzen wollen. Selbst wenn sich die generelle Linie im Hause SNI verändern sollte, können wir das über viele Jahre hinweg durchstehen", schildert Burmeister die Vorsichtsmaßnahmen seiner Bank.

Sein Unternehmen habe vor der Notwendigkeit gestanden, unmittelbar eine Entscheidung zu treffen. Sowohl mit Siemens als auch mit Nixdorf seien ausführliche Verhandlungen geführt worden. "Beide Häuser hätten sich mit Hinweisen auf die kartellrechtlichen Unklarheiten zunächst gerne etwas zurückgezogen", beschreibt der Banker die Phase der Geschäftsabwicklung. Da seine Software-Abteilung "X/Open-orientiert bis ins letzte" sei, stehe das Problem einer unmittelbaren Herstellerabhängigkeit gar nicht zur Debatte.

Auch das Bundesministerium für Arbeit und Sozialordnung installiert ein Bürokommunikationsnetz auf der Basis von Nixdorf-Computern. Ein 1,5-Millionen-Auftrag bezieht sich auf Unix-Mehrplatzsysteme der Targon-Reihe, etwa 60 Bildschirmplätze und entsprechende Software.

Über ihre Motive, die zu dieser Entscheidung geführt haben, wollten die Beamten keine Auskunft erteilen.