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17.04.1987 - 

Paderborner Unternehmen hat keine Probleme mit der Konjunktur

Nixdorf: Gutes Geschäft mit Bankenterminals

PADERBORN/FRANKFURT (CW) -Weiterhin zweistellig wächst die Nixdorf Computer AG, Paderborn: Um 15 Prozent legte das Unternehmen im Geschäftsjahr 1986 gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres beim Umsatz zu. Den Gewinn konnten die Paderborner um 29 Prozent steigern. Dabei zeigte sich der Inlandsmarkt deutlich stabiler als das Auslandsgeschäft. Die Exporte stiegen lediglich um knapp neun Prozent.

Auf 4,5 Milliarden Mark ist im Berichtszeitraum der Umsatz der Nixdorf Computer AG weltweit gestiegen. Im Vorjahr setzte das Unternehmen noch 3,9 Milliarden Mark um. Mehr als die Hälfte des Umsatzes (52 Prozent) holten die Paderborner dabei im Inland. Zum ersten Mal seit 1980 sank der Exportanteil mit 48 Prozent unter die 50-Prozent-Marke. Der Umsatzzuwachs im Inland beläuft sich auf 22 Prozent.

Als Grund für den schwächeren Exportanteil nannte der Nixdorf-Vorstand veränderte Währungsparitäten. 90 Prozent ihres Gesamtumsatzes macht die Gesellschaft in Europa, während die restlichen 10 Prozent aus den USA und dem Fernen Osten kommen. Insgesamt teilt sich das Nixdorf-Geschäft CW-Informationen zufolge so auf: Ein Drittel des Umsatzes kommt aus dem Bank-Bereich, ein weiteres Drittel macht das Unternehmen im klassischen MDT-Geschäft und das letzte Drittel schließlich setzt sich aus Sparten wie Handel, 8890-Systeme sowie Kommunikationsprodukte zusammen.

Besser als beim Umsatz schnitt der Paderborner Computerbauer beim Gewinn ab: Mit 222 Millionen Mark stieg der Jahresüberschuß gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres um 29 Prozent. Dies liegt zwar deutlich unter der Steigerungsrate des Geschäftsjahres 1985 (plus 43 Prozent), ließ damit aber die Umsatzrendite auf 4,9 Prozent klettern. Damit steigt diese Kennziffer seit 1981, als sie einen Tiefpunkt von 2,1 Prozent erreichte, kontinuierlich an.

Die Zahl der Mitarbeiter stieg um zehn Prozent auf rund 25 580. Der Pro-Kopf-Umsatz wuchs um 2,8 Prozent auf nunmehr 185 000 Mark. Die Investitionen für Sachanlagen stiegen um l8 Prozent auf 646 Millionen Mark. Im Bereich Forschung und Entwicklung (F&E) erhöhte das Unternehmen seine Aufwendungen um 11 Prozent auf jetzt 427 Millionen Mark. Damit fielen die Ausgaben für den F&E-Sektor, bezogen auf den Umsatz, etwa auf das Niveau des Jahres 1983 (9,4 Prozent) zurück. Noch 1984 und l985 hatte das Unternehmen 9,9 beziehungsweise 9,8 Prozent vom Umsatz in Forschung und Entwicklung investiert.

Auch für die Zukunft zeigt sich die Nixdorf Computer AG optimistisch. Der zweistellige Zuwachs soll erhalten bleiben, der Umsatz in den nächsten vier bis fünf Jahren verdoppelt werden. Die Zeichen dafür scheinen günstig: Das Geschäftsjahr 1987 begann Nixdorf eigenen Angaben zufolge mit einem Auftragsbestand von 414 Milliarden Mark, der damit um 13 Prozent höher als im Vorjahr lag.