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12.02.1982 - 

Niedrigere Zuwachsraten an der Pader erwartet:

Nixdorf hofft in den USA auf 8890

PADERBORN (nw) - Die allgemeine konjunkturelle Situation auf den in- und ausländischen Märkten geht auch an der Datenverarbeitungs-Branche nicht spurlos vorüber: So rechnet die Paderborner Nixdorf Computer AG für 1982 zwar noch mit einem "guten Wachstum", aber dennoch mit niedrigeren Ziffern als 1981.

Im vergangenen Jahr allerdings konnte der Paderborner MDT-Anbieter seinen Umsatz noch einmal kräftig steigern. Er wuchs um 24 Prozent auf 1,93 (Vorjahr: 1,56) Milliarden Mark. Wachstumsträger war Nixdorf zufolge das europäische Geschäft, während es im Inland und insbesondere in den USA niedrigere Zuwachsraten gab. In der Bundesrepublik belebte sich laut Nixdorf von Herbst an wieder die Bestelltätigkeit, so daß per Ende 1981 der Auftragsbestand von 1,3 Milliarden Mark 16 Prozent über dem Vorjahresniveau lag. Zum Ertrag wurden noch keine Angaben gemacht.

Ausschlaggebend für die geschäftliche Entwicklung werde sein, ob sich diese Ordertätigkeit fortsetze. Dort wurden nach letztverfügbaren Zahlen 1980 mit rund 1800 Mitarbeitern mehr als 250 Millionen Mark umgesetzt.

Auf den Bericht des US-Diebold-Mitarbeiters Thomas Gibson über den Stand des US-Tochterunternehmens Nixdorf Computer Corp. angesprochen, reagiert die Pressestelle der deutschen Mutter irritiert: "Die Zahlen stimmen doch gar nicht." In der Analyse hatte gestanden, daß 1982 in den USA nur noch mit 200 Millionen Mark Einnahmen gerechnet wird. Zudem sei es dem Paderborner MDT-Anbieter auf dem wichtigsten Computermarkt der Welt, den USA, bisher noch nicht gelungen, Fuß zu fassen.

Das deutsche Unternehmen machte Gibson zufolge in den Vereinigten Staaten den gleichen Fehler wie viele US-Firmen in Europa. Sie hätten ihre Vertriebsmethoden nicht den örtlichen Verhältnissen angepaßt. Die Paderborner wehren ab: "Wir haben doch ausschließlich ein US-Management.

Zugegeben wird allerdings, daß die 8870 nicht den Anwenderbedürfnissen entsprochen habe und auf dem US-Markt durchgefallen sei. Die jetzt in. den USA mit 18 Monaten Verspätung freigegebene 8890 soll den Ausgleich schaffen. Damit ist Nixdorf der erste bundesdeutsche PCM-Anbieter, der auf dem US-Markt einen IBM-kompatiblen Rechner anbietet. Die 8890 ist jedoch keine deutsche Entwicklung. Hersteller ist Elbit in Israel.

Große Hoffnungen hegt man an der Pader auch für 1982, insbesondere im Bankengeschäft, wo Terminals und Geldausgabeautomaten lebhaft gefragt seien.

Zufrieden zeigt sich Nixdorf mit der Entwicklung in Japan, wo rund 70 Millionen Mark umgesetzt wurden. Hier hoffe man auf die neuen Geräte, die auch japanische Schriftzeichen

lesen könnten.

Zum Jahresende wurde das Kapital zu 165 Mark je 50-Mark-Aktie auf 160 (Vorjahr: 140) Millionen Mark erhöht. Die Deutsche Bank, die rund ein Viertel der Anteile hält, hat die Kapitalerhöhung mitgemacht. Die Beschäftigtenzahl stieg 1981 weltweit um 1100 auf 14 750 Mitarbeiter 9250 davon arbeiten in der Bundesrepublik.