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Erstmals seit Börseneinführung gehen die Aktionäre leer aus:


16.06.1989 - 

Nixdorf kann 1989 keine Dividende zahlen

PADERBORN (CW) - Schlechte Zeiten für Nixdorf-Aktionäre: Erstmals seit 1984, als die Paderborner Computergesellschaft den Gang an die Börse wagte, werden sie für das laufende Geschäftsjahr keine Gewinnbeteiligung erhalten.

Die Nixdorf Computer AG, einstiges Aushängeschild der deutschen Wirtschaft, gibt ihren Aktionären immer weniger Grund zur Freude. Schon im abgelaufenen Geschäftsjahr 1988 hatten die erfolgsverwöhnten Paderborner nur durch die Veräußerung der Grundstücksverwaltungs-Tochter Nixdorf Computer Haus GmbH & Co." mit 26,4 Millionen Mark gerade noch den Verbleib in der Gewinnzone geschafft - und konnten dadurch wenigstens den Vorzugsaktionären noch eine Mini-Dividende von 4 Mark zahlen. Die Stammaktionäre gingen leer aus (vergleiche auch COMPUTERWOCHE Nr. 18 vom 28. April 1989, Seite 5). 1987 waren noch alle Aktionäre in den Genuß einer Gewinnbeteiligung von zehn Mark gekommen.

In diesem Jahr aber wird es selbst für eine noch so minimale Dividende nicht mehr reichen. Nixdorf-Vorstandsvorsitzender Klaus Luft eröffnete jetzt den Aktionären, er sehe für 1989 keine Chance für eine Ausschüttung. Denn dem Verlust im ersten Quartal in Höhe von rund 150 Millionen Mark werde im zweiten Abschnitt ein ähnlich schlechtes Ergebnis folgen. Dennoch könne man zumindest in der zweiten Jahreshälfte mit einem operativen Gewinn rechnen.

Unmut über die anhaltend schlechte Ertragslage scheint sich jetzt auch bei der Familie des vor drei Jahren verstorbenen Firmengründers Heinz Nixdorf breit zu machen. Die Familie Nixdorf, die bekanntlich mehr als 25 Prozent des Stammkapitals hält, lehnt zwar nach wie vor den Verkauf ihrer Unternehmensanteile ab. Aufsichtsrat Manfred Nixdorf jedoch forderte jetzt den Nixdorf-Vorstand auf, das Steuer endlich herumzureißen und wieder Geld zu verdienen.