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28.10.1983 - 

Konzeption endlich vollständig:

Nixdorf setzt Mikroschwerpunkt

MÜNCHEN (rs) - "Einigermaßen gut gelaunt", so Arno Bohn, Vorstandsmitglied der Nixdorf AG, präsentierte sich das Unternehmen auf der Systems. Dies liege nicht zuletzt daran, daß Nixdorf "mal wieder in München sein konnte". Schwerpunkte der Nixdorf-Präsentation waren die Mikrocomputer.

Erste Ansätze dazu gab es bereits in Hannover zu sehen. Jetzt, so Bohn, könne man eine endlich vollständige Konzeption vorweisen. Zielmärkte dieser Mikrocomputer sind nach den Worten von Heinz-Dieter Wendorff, Leiter Produkt Marketing, der Mittelstand sowie dezentrale Organisationen in Großunternehmen. Immerhin macht Nixdorf eigenen Angaben zufolge 50 Prozent seines Umsatzes mit dem Mittelstand, wobei dieses Geschäft vorwiegend ein Softwaregeschäft ist.

Dabei stellen die "Nixdorfer" immer wieder die Softwarestärke ihrer Kleinstrechner heraus. Diese basiere auf der durchgängigen Kompatibilität der Mikros zu den Familien 8860 und 8870.

Als Zusatznutzen stehen, wie Wendorff ferner hervorhob, neben dem Nixdorf-spezifischen, Betriebssystem Niros auch die Standard-Betriebssysteme MS/DOS oder CP/M zur Verfügung. Mit Hilfe bestimmter Tools, die bereits existieren, ließen sich so Calc- oder Word-Programme abarbeiten.

Die kleinste denkbare Version eines Paderborner Mikrocomputers kostet und

12 000 Mark. Realistisch ist nach Angaben des Nixdorf-Managements jedoch ein Preis um

16 000 Mark. Dazu kommen rund 20 bis 30 Prozent Mehrkosten für die Software.

Die Netzwerkfähigkeit (auch ein Punkt, den das Nixdorf-Management wiederholt ansprach) sei notwendig, weil es nicht allein ausreiche, Mikrocomputer im Markt zu verteilen und Insellösungen zu schaffen. Vielmehr müsse auf die Einbindung in Strukturen wie SNA von IBM oder Siemens-MVS geachtet werden. Insellösungen heißen sich gerade in Großunternehmen immer schwieriger durchsetzen.

Den Vertrieb ihres Mikros stellen sich die Nixdorf-Manager zunächst über ihre eigene Vertriebsorganisation vor. Schließlich lasse sich die Softwareerfahrung nicht kurzfristig auf Partner übertragen.