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21.03.1986 - 

Ausbau des Videokonferenzdienstes schreitet voran:

Nixdorf übergibt Breitbandvermittlung an DBP

PADERBORN (pi) - Ihre ersten Breitbandvermittlungen BBV 140/2 übergaben jetzt die Nixdorf Computer AG, Paderborn, und die Fuba, Hans Kolbe & Co., der Deutschen Bundespost. Mit der Realisierung eines Rechnerkonzeptes in der Zentralen Reservierungsstelle für Videokonferenzverbindungen in Köln hat die Deutsche Bundespost ebenfalls das Paderborner Unternehmen beauftragt.

Die Übergabe der BBV 140/2 erfolgte im Zuge des Ausbaus des Videokonferenz- und Bildfernsprechnetzes in Bremen, Dortmund, Nürnberg und Stuttgart. Hierbei handelt es sich laut Nixdorf um das bisher einzige vom Fernmeldetechnischen Zentralamt zugelassene Breitbandvermittlungskonzept. Durch den Einsatz der BBV 140/2 können, so die Paderborner, vom Zentralen Videokonferenz-Reservierungsplatz in Köln alle für den Aufbau einer derartigen Konferenz notwendigen Schaltbefehle gesteuert werden.

Die von Nixdorf und Fuba gemeinsam entwickelte BBV 140/2 lasse sich modular von 16 bis gegenwärtig 128 Leitungen ausbauen und könne beliebig mit Übertragungsraten von 140 Megabit pro Sekunde für Glasfaserstrecken oder 2 Megabit pro Sekunde für konventionelle Übertragungswege (international auch Satellitenstrecken) arbeiten.

Weitere Funktionen des Systems sind die bitsynchrone oder auch asynchrone Durchschaltung, die durch Software erweiterbaren Steuereingänge, die Steuerung mittels Doppelrechnersystem, die ECL-Technologie der Koppelpunkte sowie deren automatische, zyklische Prüfung .

Für die Reservierung von Videokonferenzverbindungen soll auf der Basis des Nixdorf-Systems 8860 ein Doppelrechnerkonzept installiert werden. Die angebotene Softwarelösung ist dem Einsatz entsprechend auf Datei- und Netzverwaltung, Statistik und Dienstabrechnung ausgelegt.

Darüber hinaus übernimmt die 8860 die Netzverwaltung der für den Videokonferenzdienst nutzbaren 140-Mbit/s und 2-Mbit/s-Verbindungen. Bei besetzten oder gestörten Leitungsabschnitten werden dem Bediener des Systems sofort mögliche Ersatzwege mitgeteilt. In einer späteren Phase des Gesamtkonzepts soll auch die direkte Ersatzschaltung möglich sein.

Der Zentrale Reservierungsplatz (ZRP) nimmt den Betrieb in seiner ersten Ausbaustufe im April dieses Jahres auf; der Endausbau soll Ende 1986 abgeschlossen sein.