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25.08.1989

Noch beherrschen die Töchter der US-Hersteller das Feld:Unix-Workstation-Markt boomt in Japan

Tokio (IDG) - Der von Unix-Fähigkeit geprägte Workstationmarkt beginnt, auch in Japan zu boomen. Im vergangenen Jahr wurden 28 500 Einheiten ausgeliefert. Dataquest Japan Ltd. rechnet für 1989 mit 50 000 Lieferungen bei einem Volumen von 180 Milliarden Yen und mit einer jährlichen Verdoppelung bis 1992.

Unix kommt vor allen dem japanischen Bestreben nach Beherrschung der internationalen DV-Märkte entgegen: Autoindustrie, Banken, Versicherungen, Börsen, Medizin und der Bildungsbereich setzen zunehmend Unix-Stationen ein. Von den kräftigen Wachstumsraten aus den Aufträgen dieser Branchen profitieren bisher Sony und die japanischen Töchter der US-Hersteller am meisten: 1988 rangierte Nihon Sun Microsystems mit 26,7 Prozent Marktanteil vor Sony (20,4), den 1988 noch getrennten Yokogawa Hewlett-Packard (10,9) und Apollo Computer (10,5) sowie Nihon DEC (7,0). Aber der Markt ist in Bewegung geraten: Hitachi, Fujitsu, Toshiba und Matsushita wollen auf dem Weg strategischer Verbindungen mit US-Firmen aufholen.

Die Dynamik dieses Marktsegmentes in Japan entsteht durch Wandlungen der DV-Organisation. Während die meisten japanischen Entwickler sich noch mit Kollegen einen Bildschirm teilen, geht der Trend zu einem Arbeitsplatz pro Kopf und zu weltweiter Vernetzung: Nippon Telephone & Telegraph Corp. hat 5 000 Geräte angeschafft, Nissan baut ein interkontinentales CAD-Netzwerk auf. Aber auch Finanz- und Versicherungsgesellschaften treten als Nachfrager auf: Laut Dataquest herrscht in der Finanzwelt geradezu Enthusiasmus für den Einsatz von Unix-Workstations. Nicht zuletzt werden Unix-Produkte in den Bereichen Schule/Universität, Medizin und DTP heimisch.