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18.11.1994

Noch fehlen geeignete Such-Tools fuer die elektronische Buecherei Kongress-Bibliothek will ihre Buecher digital bereitstellen

FRAMINGHAM (IDG) - Die Bibliothek des amerikanischen Kongresses "Library of Congress" soll kuenftig auch elektronisch erreichbar sein. Fuer die Digitalisierung ihrer historischen Dokumente, Filme und Audioaufzeichnungen bekam die Buecherei 13 Millionen Dollar bewilligt.

Doch die Digitalisierung ist nur eine Seite des Projekts, denn um Multimedia auch ueber langsamere Netze zu verwirklichen, muessen neue Kompressionsalgorithmen entwickelt werden. Ebenfalls ist eine neue Navigationssoftware notwendig, wenn die Anwender sich in Millionen von Dokumenten zurechtfinden sollen. Allein hierfuer rechnen die Bibliothekare mit Investitionskosten in Hoehe von zehn Millionen Dollar.

Wieviel das Projekt letztlich genau kosten wird, ist derzeit noch unklar. Fest steht zumindest, dass bis zum Jahr 2000 in der National Digital Library ueber fuenf Millionen Dokumente gespeichert sein sollen und via Internet online abrufbar sind oder auf CD-ROM vertrieben werden.

Waehrend das Einscannen und Abspeichern der Daten auf den WWW- Servern noch einfach zu ermoeglichen ist, kommen die echten Probleme erst mit der gespeicherten Datenmenge, die bessere Suchverfahren als mit den heute ueblichen Tools erfordern.

Hierzu gibt es an den amerikanischen Universitaeten bereits unterschiedliche Ansaetze. So arbeitet man in Stanford an einer "Information map", die per Point and click zu verschiedenen Punkten fuehren soll. Eine Alternative ist die Verwendung von Online-Software-Agenten, die mit ihren Retrieval-Funktionen automatisch die Buechereien durchsuchen. Andere wiederum wollen aehnlich wie im richtigen Leben am Rand der Datenautobahnen Hinweisschilder auf die naechsten Sightseeing-Punkte aufstellen.

Doch waehrend an den Hochschulen bereits die Such-Tools von morgen diskutiert werden, beschaeftigt Praktiker neben der ungeloesten Copyright-Frage bei elektronischen Buechereien ein ganz anderes Problem: Nur vier Prozent der amerikanischen Schulen und 13 Prozent der Bibliotheken haben bereits Zugang zum Internet - oft mit Verbindungen, die fuer Multimedia-Applikationen zu langsam sind.