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01.10.1993

Noch fehlen Peer-to-peer-Netzen ausreichende Sicherheitsmechanismen Die Peer-Technologie soll das Client-Server-Konzept abloesen

FRAMINGHAM (IDG) - War ein Peer-to-peer-Netz bisher nur ein Computerverbund von zehn bis 25 PCs, die gemeinsam die Applikationen und Ressourcen nutzten, so sehen Marktforscher jetzt einmuetig wie selten den Einsatzbereich des Peer-Networkings sowohl im Heimbereich wie auch in Grossunternehmen, die bis dato die Domaene der dedizierten Server waren.

Kenner der Branche gehen davon aus, dass die Hersteller in naechster Zeit zahlreiche Produkte auf den Markt bringen, die Connectivity- Loesungen fuer zwei bis fuenf PCs realisieren. Auf der anderen Seite, so Marktbeobachter, werden die Anbieter von Netzwerk-Software die Peer- to-peer-Funktionalitaeten in die Betriebssysteme der PCs inte- grieren.

Hieraus ergibt sich, wie die CW-Schwesterpublikation "Net- work World" berichtet, der Vorteil, dass die Anwender, um miteinander zu kommunizieren, nicht mehr ueber den zentralen Server zu gehen brauchen und dieser entlastet wird.

Neben Artisoft (siehe Seite 23 in dieser Ausgabe) wollen Unternehmen wie Microsoft, IBM, Novell und CBIS ihr Peer-to-peer- Angebot jetzt verstaerkt ausbauen. Die CBIS Inc., mit Sitz im amerikanischen Norcross, hat fuer Oktober bereits ein aehnliches Produkt wie Artisofts RFS angekuendigt.

Peer-to-peer-Netzwerke bergen groesseres Risiko

Mit dem Low-end-Produkt "Desk-to-desk" will das Unternehmen, so Marketing-Direktor John Scott, "Anwender ansprechen, die bisher nie daran gedacht haben ihre PCs miteinander zu vernetzen". Die Einstiegsversion, die sich, wie es beim Hersteller heisst, durch besonders einfache Installations- und Konfigurationsroutinen auszeichnet, bietet die gleiche Funktionalitaet wie CBIS+ grosses Netzwerk-Betriebssystem (NOS). Zusaetzlich beinhaltet die Desk-to- desk-Version eine Migrationsmoeglichkeit zu grossen Peer-Netzen mit bis zu 250 Knoten.

Hierin sehen Analysten allerdings eine der Gefahren der Peer- Netze: Mit steigender Anzahl der Nodes kann sich die Performance des Netzes drastisch verschlechtern.

Ausserdem warnen Insider davor, dass die Kostenvorteile durch den Verzicht auf einen dedizierten Server mit einem erhoehten Sicherheitsrisiko und groessere Netz-Management-Probleme erkauft werden. Risiken, die den Kostenvorteil der Server-Einsparung durch den erhoehten Support-Bedarf des Peer-Netzes schnell aufwiegen koennen.

Analysten empfehlen hybride Netzloesungen

John Faig, Senior Analyst der Meta-Gruppe, ein Netzwerk-Be- ratungsunternehmen in Westport, vermutet dagegen, dass sich die Anbieter von Peer-Netzen den Sicherheits- und Management-Problemen noch annehmen und die Probleme loesen. Darueber hinaus ist Faig davon ueberzeugt, dass in den meisten Faellen die bereits in die Betriebssysteme eingebauten Netzfunktionen wie Messaging und Filesharing fuer den Alltagsbetrieb ausreichen.

Fuer hoehere Ansprueche, zum Beispiel an die Sicherheit, koenne dann immer noch ein dedizierter Server integriert werden. So geht der Analyst davon aus, dass die Corporate Networks kuenftig hybrid aufgebaut sind, bestehend aus dedizierten Servern und Peer-to- peer-Netzen.