Melden Sie sich hier an, um auf Kommentare und die Whitepaper-Datenbank zugreifen zu können.

Kein Log-In? Dann jetzt kostenlos registrieren.

Falls Sie Ihr Passwort vergessen haben, können Sie es hier per E-Mail anfordern.

Der Zugang zur Reseller Only!-Community ist registrierten Fachhändlern, Systemhäusern und Dienstleistern vorbehalten.

Registrieren Sie sich hier, um Zugang zu diesem Bereich zu beantragen. Die Freigabe Ihres Zugangs erfolgt nach Prüfung Ihrer Anmeldung durch die Redaktion.

07.01.1994

Noch haben wir die Wahl

Innovation kann man nicht befehlen. Innovation kann aber auch nicht durch staatliche Foerderung erzwungen werden. Auf keinen Technologiebereich trifft das mehr zu als auf die Mikroelektronik. In den alten Bundeslaendern klammert sich das kleine Haeuflein der High-Tech-Hautevolee an einen Strohhalm, der "Siemens" heisst. Den Mikroelektronik-Experten in den neuen Bundeslaendern muss man das nicht sagen. Ist es einfach hinzunehmen, dass nichts passiert? Es waere immerhin ehrlicher, als die Bedeutung der Mikroelektronik zu ignorieren oder so zu tun, als haetten wir noch nichts verpasst. Diese Position vertrat bisher die offizielle Industriepolitik, soweit man hierzulande von einer solchen ueberhaupt sprechen kann. Nun kommt Bewegung in die deutsche Mikroelektronik-Szene: In Dresden soll mit Foerderhilfe eine Siemens-Chip-Fabrik entstehen. Doch waere zu fragen: Hat Intels Andy Grove - um ein US-Beispiel zu nennen - Washington um Unterstuetzung gebeten, als er beschloss im Halbleitergeschaeft Geld zu verdienen? Grove hatte freilich eine klare Vorstellung davon, was der Markt braucht. Warum sollen wir nicht von Grove lernen? Noch haben wir die Wahl.