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27.04.2001 - 

Quickblade-Rechner im Regal

Noch mehr Compaq-te Power im Server-Rack

MÜNCHEN (ls) - In der zweiten Hälfte dieses Jahres wird Compaq mit "Quickblade" ein neues, flexibel ausbaubares Server-Modulsystem präsentieren, das mehr Prozessoren in die Racks bringt.

Schon die äußere Form dürfte auffallen. Während bisher die Module der Proliant-Server horizontal übereinander in den Racks liegen, stehen sie in den künftigen Modellen senkrecht wie Bücher in einem schmalen Regal. Die Bauweise der einzelnen "Blades" ist wesentlich komprimierter, so dass mehr Rechnereinheiten in ein System gehen.

Bisher passen in ein Rack mit sechs Fuß (183 Zentimeter) Bauhöhe 42 Einschübe des derzeit flachsten Rechnermoduls "Proliant DL320". Dieses System kam im Juni letzten Jahres auf den Markt und ist mit zwei CPUs bestückt. In einem Rack kommen so bis zu 84 Prozessoren zusammen. Künftig sollen in einem Rechnerregal "mehrere hundert" CPUs Platz haben.

Noch viel GeheimnistuereiGenauere Angaben mag Carol Hess-Nickels, Direktorin der Industry Standard Server Business Unit bei Compaq Europa, noch nicht machen. Zurzeit wird weder verraten, wie viele CPUs auf einem Modul sitzen werden und wie viel RAM ihnen beistehen soll, noch der Typ des Multiprocessing on Board oder der Prozessortyp samt Taktrate. Compaq teste die Verwendung von Transmeta-CPUs ebenso wie die von energiesparenden Intel-Chips.

Es soll Module unterschiedlichen Formats geben, die mehr oder weniger Rechenleistung mitbringen. Alle Module lassen sich nicht nur untereinander beliebig kombinieren. In ein und demselben Rack können auch neue Module mit älteren Systemen untergebracht werden. Wie die Verbindung hergestellt wird, ist noch geheim. Statt per Kabel wie bisher werden die neuen Quickblades ähnlich wie Erweiterungskarten in einem PC über ein eigenes busartiges System zusammengesteckt.

Auch softwareseitig soll Kompatibilität gewahrt bleiben. Zur Administration auch eines gemischten Racks wird man sich weiterhin des Programms "Insight Manager" von Compaq bedienen können. Das heißt, sämtliche Server im Rack lassen sich von einer Konsole steuern, dedizierten Aufgaben (auch zeitgesteuert) zuweisen und überwachen. Für die Quickblades wird es auch die Hardware "Insight Lights-Out" geben, die ein sicheres remotes Management des Systems ermöglicht. Bisher verwenden rund ein Viertel der Compaq-Kunden diese Lösung.

Vorkonfiguriert zum KundenDie Systeme werden vorkonfiguriert beim Kunden ankommen. Welche Betriebssysteme Compaq für Quickblades anbieten wird, ist noch ebenso unbekannt wie die Art ihrer Modifikation zur Nutzung der riesigen CPU-Zahl im Rack. Ein Linux mit dem Kernel 2.4 könnte bequem acht CPUs bedienen, die man jeweils zu einem größeren Cluster im Rack verknüpfen könnte, so Managerin Hess-Nickels.

Weitgehende Vorkonfiguration und einfache Systemadministration ist laut Hess-Nickels eine der wichtisten Anforderungen der Kunden. Denn der Ausbau der IT-Personalkapazitäten hält mit dem der installierten Systeme nicht mehr Schritt. Die enorme Zunahme des Rechnerbedarfs vor allem durch Internet-orientierte Anforderungen habe inzwischen auch zu Platzmangel in den DV-Zentren geführt. Dem begegnet Compaq durch die Versammlung einer vielfachen Zahl von CPUs in einem Rack bisheriger Dimension.

Das resultierende Problem der Abführung stärkerer Hitze will Compaq gelöst haben. Es sei gelungen, die Leistungsaufnahme zu reduzieren, um den Kundenwunsch nach geringerem Energieverbrauch genügen zu können. Und wenn trotzdem ein Modul durchschmoren sollte, weisen LED-Lämpchen an den Vorder- und Rückseiten der Server dem Servicepersonal den Weg zu defekten Teilen.

Abb: Compaq-Quickblade-Rack

Im Server-Rack lassen sich neue und alte Module kombinieren(Ausschnitt). Quelle: CW