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04.05.1979 - 

Bankenterminals auf der Hannover-Messe:

Noch mehr DV im Bankkundenservice

04.05.1979

HANNOVER (gw) - Sparkassen- und Rankenterminals sind zweifelsfrei weiter auf dem Vormarsch. Das haben die EDV-Hersteller im CeBIT auf der diesjährigen Hannover-Messe mit neuer Software und neuen DV-Maschinen ebenso bewiesen wie die Kreditinstitute selbst.

"Das Verhältnis von Mensch und Technik im Kundenbereich der Kreditinstitute stellt eine Facette aus der allgemeinen Automations- und Technologiediskussion dar" meinte Dr. Richard Nowak vom Deutschen, Sparkassen- und Giroverband e. V. (DSGV) zu Beginn seines Referates über "Mitarbeiter und Datenverarbeitung im bankbetrieblichen Kundenbereich".

Hersteller und Banken an einem Strang

Nowak sprach als Abteilungsleiter der DSGV-Datenverarbeitung zum Auftakt des Europäischen Bankentages während der Hannover-Messe. Und er sah sich nicht alleine gestützt in dieser These durch die zum Bankentag dazugehörende Sonderschau im Erdgeschoß der neuen CeBIT-Halle 2.

Im Konzert spielen hier besonders seit dieser Messe 1979 auch die DV-Fabrikanten mit. Vor allem in bezug auf Hardware, also Bildschirme und Online-Terminals und eine ganze Reihe zum Teil neuer Programme. Die DV-Industrie wartet mit vielen unterschiedlichen Praxisbeispielen auf. Und genau da spielt ja die Software eine erhebliche Rolle. Sie ist im Kreditinstitute-Sektor keineswegs einheitlich oder wenigstens ähnlich - obwohl doch alle, so ein Anbieter-Vertreter, "die gleichen Probleme haben".

"Die Einordnung des Menschen"

Ob nun aber Software oder Hardware - so gut wie alle CeBIT-Aussteller haben heuer erkannt und lassen es im "Welt-Centrum" auch klar erkennen, daß die Erhöhung der Technisierung im kreditwirtschaftlichen Bereich dem Problem "der Einordnung des Menschen" -einen besonderen Stellenwert gibt. Da wollen alle mitmischen.

Denn immer wichtiger wird die Gestaltung des Arbeitsmittels Terminal. Es soll mehr als bisher, ja überhaupt vielleicht jetzt erst klarwerden, daß dieses Arbeitsmittel - der Bildschirm ist gemeint - Kapazitäten und Bankmenschen freisetzen soll für die eigentlichen kreditwirtschaftlichen und Kundenaufgaben.

Natürlich ändert das Terminal den bisherigen Arbeitsgang - davor hat der Banken- oder Kassenangestellte noch Angst, so Nowak. Er soll jedoch selbstbewußter werden und sein breites Palettenwissen auf kreditwirtschaftlicher Seite nicht unter den Scheffel stellen, sondern es zeigen. Und da auch wollen die DV-Hersteller ihn unterstützen - eben mit Terminals und Programmen, also mit der EDV.

Am Ende einer Kette

Da ist etwa Sperry Univac, das nach eigener Aussage neue Möglichkeiten für die Bankorganisation und das Bankenmarketing bietet. Und zwar mit dem Programmsystem Unibank, aber auch mit dem "universellen Terminalsystem" UFTS. Hier steht der Slogan "Alles aus einer Hand" Pate; laut Univac ist alles in "enger Zusammenarbeit mit einer Reihe von Geldinstituten entwickelt worden". Die geben's denn auch erstmals deutlich zu, zum Beispiel die Essener Stadtsparkasse, die gerade jetzt damit beginnt ihr Online-System auf (insgesamt 200) IBM-Terminals 3600 umzustellen. Aber auch umgekehrt gibt's passende Schuhe: NCR ging gerade jetzt erst auf der Hannover- Messe 1979 damit hausieren, daß die Banken und Sparkassen den "Rund um die Uhr-Service" mit DV-gestützten automatischen Geldausgabe-Terminals im Pool "durch hätten" (was nicht oder noch nicht ganz stimmt)- und in diesen Markt wollen eben nicht nur die NCR-Leute.

Am Ende einer "Kette von Terminalanwendungen" zeigte unter anderen auch Honeywell Bull jetzt in CeBIT '79 das neue TTS 7800 fürs Kreditgewerbe. An das Terminal sind bis zu 16 Einzelplätze anschließbar, lokal und fern. Der Preis: Je nach Auslegung

20 000 bis 80 000 Mark Kaufpreis.

Bei einem anderen, der sich auf diesem Markt schon seit langem recht erfolgreich tummelt, dem schwäbischen Unternehmen Kienzle Datensysteme, ist der Geldausgabeautomat "Giromat" brandneu. Er ist in Verbindung mit dem bekannten Kienzle-Bankenterminal-System 3700 einsetzbar und besteht aus Steuereinheit, Programmspeicher, Identifikationskartenleser, Schreibgerät, Konsole mit numerischer Tastatur sowie Bildschirm, Sicherheitstür, Journaldrucker, Belegdrucker und Notenzufuhrstation. Der Schlüssel zu diesem Giromat ist wie immer in solchen Fällen die Kundenkarte.

Es gibt darüber hinaus auch eine Reihe Newcomer, die sich des Bankers schon vor der Hannover-Messe angenommen haben und ihm künftig ihre Terminals andienen wollen. Nicht selten sind es auch zu anderen Herstellern kompatible Datenstationen. Zusammen mit dem Handel scheint also der Banken- und Sparkassen-Markt einiges an Hoffnung für das Terminalgeschäft der Zukunft - zumindest in Deutschland - offenzulassen.