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19.02.1993 - 

RS/6000-Modelle werden billiger

Noch Mitte 1993 sollen erste Power-PC-Workstations kommen

Filip wollte zwar nicht detailliert zu den Jahresergebnissen 1992 der AWSD Stellung nehmen, konnte allerdings ein "definitiv profitables letztes Geschaeftsquartal" (31. Dezember 1992) melden. Die Zahlen fuer den gesamten Geschaeftszeitraum seien jedoch nicht klar genug, um eindeutige Aussagen zu treffen.

Das neue Jahr lasse sich nach den Worten des IBM-Managers allerdings schon recht gut an. Gegenueber den Zuwaechsen des Jahres 1992, die Filip fuer die RS/6000-Linie mit 30 bis 35 Prozent bezifferte, koenne man im ersten Viertel 1993 von noch hoeheren Steigerungen ausgehen.

Im Zusammenhang mit den Neuvorstellungen gab Big Blue zudem Preisnachlaesse fuer die "beliebtesten" RS/6000-Konfigurationen bekannt, die rund 15 Prozent betragen sollen. Das 3,5-Zoll- Festplattenlaufwerk mit einer Kapazitaet von 1 GB wurde gar um 27 Prozent billiger.

Schon jetzt versucht darueber hinaus die IBM, potentiellen Kaeufern ihrer Workstations den Mund waessrig zu machen, indem sie fuer Mitte des Jahres erste Systeme avisiert, die auf dem RISC-Prozessor "Power-PC" basieren. Dieser entspringt der Zusammenarbeit mit Motorola. Die erste Variante, Modell "601", wurde im November vergangenen Jahres der Oeffentlichkeit vorgestellt.Auch noch in diesem Jahr werde man dann Unix-Systeme praesentieren koennen, die auf dem Nachfolger der heutigen RISC/CPU-Implementationen, dem "Rios-2"-Chip-Satz, beruhen.

Phil Hester, bislang bei der AWSD Vice-President und nun neben Irvine Wladawsky-Berger verantwortlich in der neuen IBM- Geschaeftseinheit Power Parallel Systems, entwarf bezueglich der zukuenftigen Workstation-Plaene eine zweiteilige Strategie: Zum einen verfolge man die Entwicklung von Single-Chip- Implementationen auf Basis des Power-PC-Prozessors. Hiermit wolle man hohe Stueckzahlen bei Kunden absetzen, die vor allem an Multiprozessor-Architekturen interessiert seien.

Zum anderen arbeiteten die IBM-Ingenieure jedoch auch an Multichip-Implementationen.

Mit diesen seien, so Hester, erheblich groessere Leistungen zu erzielen. Ausserdem gewaehrleisteten sie auch eine bessere Skalierbarkeit von Rechnersystemen, als dies mit Single-Chip- Strukturen machbar sei.

Die IBM wertete gerade erst mit einer umfangreichen Auffrischaktion die RS/6000-Familie auf. Unter anderem bietet sie jetzt mit dem "M20"-System eine Farb-Workstation fuer unter 4000 Dollar an, ein Angebot, bei dem bislang nur Sun mithalten kann. Entsprechend guenstig scheint deshalb auch die Aufnahme der neuen Systeme bei den Anwendern.

Kritik ueben einige Benutzer allerdings am Betriebssystem. So aeusserte ein MIS-Verantwortlicher, das einzige schwache Glied in der RISC/6000-Familie sei AIX. Es habe sich teilweise als instabil herausgestellt. Bemaengelt wurde unter anderem die nicht gerade leichte Benutzung.

Auch sei AIX mit einer Menge eigentlich unnoetiger Optionen ueberladen. Zudem seien Verwaltungsaufgaben unter dem IBM-Unix- Derivat nur sehr schwerfaellig durchzufuehren.