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21.12.1979 - 

Hierarchische und anarchische Ansätze:

Noch zu früh für offene Systeme

Während der 70er Jahre hat die DFV durch Dialogbetrieb und verteilte Verarbeitung wesentliche Impulse erhalten, die zu einem schnellen Wachstum und damit zum Teil zu unübersichtlichen Strukturen mit Problemen bei Antwortzeiten, Änderung der Konfiguration und Überwachung geführt hat.

Ein Ansatz zur Lösung dieser Probleme ist die Entwicklung von - je nach Herstellern - unterschiedlichen (hierarchisch, anarchisch) Architekturen, die zueinander nicht kompatibel sind. Innerhalb einer Architektur ist ein übersichtliches und problemorientiertes Design einschließlich Kontrolle und Steuerung möglich.

Ein zweiter Weg zur Verbesserung des Netzwerkdesign ist der Einsatz von intelligenten und transparenten Netzwerkprozessoren, die zentrale Überwachung und Statistik, Alternativkonfigurationen sowie zusätzlich geringere Leitungskosten durch Multiplexen und Datenkompression bieten.

Werden zusätzlich noch Rangier-Schalt- und Monitor-Moduln eingesetzt, so kann durch schnelle Erkennung und Beseitigung von Ausnahmesituationen eine weitere Verbesserung der Verfügbarkeit erreicht werden. Da sie transparent sind, können die intelligenten Netzwerkprozessoren (INP) auch in Teilbereichen eines Netzes eingesetzt werden und ermöglichen Schritt für Schritt eine Verbesserung des Netzes.

Öffentliche Wählnetze für Datenübertragung (Datex-L und P) mit Merkmalen wie Direktruf, Kurzwahl, Teilnehmerbetriebsklasse und volumenorientierter Gebühr (Datex-P).

Mit Berücksichtigung der Ausgangspunkte ist aufgrund der Zunahme von Datenbankanwendungen sowie von reinen Informationssystemen ein weiteres Wachstum für die DFV zu erwarten. Bei der Realisierung von Netzen werden sowohl intelligente Prozessoren eingesetzt (transparente INP) als auch - vorwiegend bei größeren Netzen - Komponenten, die Bestandteil einer Architektur sind. Hierbei können bei bestimmten Anwendungen öffentliche Datennetze mit einbezogen werden. Bei der Zusammenschaltung der nationalen öffentlichen Datennetze müssen noch offene Fragen, wie zum Beispiel die

Teilnehmeridentifizierung, geklärt werden. Das wachsende Bewußtsein für Datenschutz wird auch im kommerziellen Bereich zum Einsatz von Verschlüsselungsverfahren führen. Hier sind Vorteile für spezielle Verschlüsselungsgeräte zu sehen, da bei Softwareverschlüsselung Verarbeitungskapazität in den Terminals gebunden wird.

Auf dem Markt wird sich unter Berücksichtigung der Verbesserungen beim Preis-/Leistungsverhältnis für Hardware in größerem Maßstab das durchsetzen, was vorwiegend in der zweiten Hälfte der 70er Jahre geplant und entwickelt wurde.

Wegen der Schwierigkeiten bei der Normung der über X.25 liegenden Ebenen, ist eine Realisierung offener Systeme noch nicht zu erwarten.

*Norbert Spreckelmeyer, Te Ka De, Nürnberg