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Anwender beklagen fehlende Informationen über mögliche Kostenvorteile:


06.02.1987 - 

Noch zu viele unklare Fronten bei MAP

PHOENIX (CWN) - Weiterhin ein Buch mit sieben Siegeln ist für viele Anwender das von General Motors entwickelte Manufacturing Automation Protocol MAP. Unklarheit herrscht nach Aussagen der MAP/TOP-Benutzergruppe insbesondere darüber, welche Kostenvorteile durch die Nutzung dieser neuen Norm "herausspringen". Auch ein Mangel an geeigneter Applikationssoftware wurde ins Feld geführt.

Während die MAP-Pioniere bei dem Industrie-Standard inzwischen schon von der Version 2.1 auf das Release 3.0 übergehen, stehen potentielle Benutzer MAP sehr abwartend gegenüber. Die MAP/TOP-Usergruppe will aufgrund dieser Zurückhaltung ein spezielles Gremium ins Leben rufen, das die Anwender in bezug auf Pilotinstallationen und Experimente mit diesem Protokoll besser auf dem laufenden hält und damit die bestehenden Informationsdefizite verringern kann.

Neben Anwendern kamen auf dem jüngsten Treffen der MAP/TOP-Usergruppe auch verschiedene Hersteller zu Wort. Sie nutzten die Veranstaltung in erster Linie als Plattform für neue Produktankündigungen. So stellte beispielsweise die Industrial Networking Inc. (INI) eine Software-Entwicklung vor, die auf einen Link zwischen MAP-Protokollen und Applikations-Programmen abzielt. Die als MAP/One Application Services (MAS) titulierte und Host-resistente Software unterstützt die MAP-Protokolle mit den Versionen 2.1 und 2.2 sowie den Manufacturing Message Service, ein im Rahmen von 3.0 spezifiziertes MAP-Protokoll. MAS ist auf die Betriebssysteme IBM PC-DOS (Release 3.2) sowie MicroMVS (Version 4.3) und VMS (Version 4.4) von Digital Equipment zugeschnitten.

Auf der Tagung anwesende Anwender, die bereits Erfahrungen mit MAP gesammelt haben, gaben in Zusammenhang mit den Software-Neuheiten zu bedenken, daß die weiche Ware kostenmäßig den Hauptanteil von MAP-lmplementationen ausmacht. Als Beispiel wurde ein IBM-Pilotprojekt genannt, bei dem die Software 60 Prozent der Gesamtkosten verschlingt. Auf das notwendige Breitbandnetz würden jedoch nur zehn Prozent entfallen.

Als MAP-Hemmschuh muß man den Ergebnissen des User-Treffens zufolge ferner die Inkompatibilität zwischen den beiden Versionen 2.1 und 3.0 ansehen. Schließlich und endlich zögerten einige Anwender auch einfach deshalb, weil sie mit der Anschaffung von Breitbandnetzen Neuland betreten würden.