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02.03.2001 - 

Blick an die Nyse

Nokia: Abflachendes Wachstum

Im Januar dieses Jahres setzten die drei bedeutendsten Hersteller von Mobilfunkgeräten, Nokia, Motorola und Ericsson, ihre Schätzungen für den Absatz von Handys in 2001 herab. Es wird jedoch befürchtet, dass auch diese korrigierten Schätzungen nochmals revidiert werden.

Erst kürzlich warnte Intel-Vize-Präsident Hans Geyer die Branche vor einem finanziellen Schiffbruch. Vergangene Woche fielen die Aktien von Nokia in New York um sechs Prozent auf 23 Dollar, nachdem das Papier bereits über 60 Prozent unter dem Höchstkurs der letzten 52 Wochen gelegen hatte. Zurückzuführen ist dies einerseits auf die Abschwächung der US-Wirtschaft, die nun doch stärker als befürchtet ausfällt. Andererseits befindet sich zumindest der europäische Markt in einer Sättigungsphase und die Ersatzkäufe fallen geringer aus als erwartet. Dies führte dazu, dass die Finnen ihre Absatzerwartung um 50 Millionen Einheiten auf 500 bis 550 Millionen Stück senken.

Einer Expertenmeinung zufolge kalkulieren die Hersteller bereits mit einem Rückgang auf 490 Millionen Einheiten. Nokias Strategie, die Stagnation des Marktwachstums durch eine Steigerung der Marktanteile auszugleichen, könnte von Wettbewerbern wie Siemens oder Matsushita durch preisgünstige Produkte vereitelt werden. Schließlich geht der Trend in der Branche zum Outsourcen der Fertigung an kostengünstige Standorte.

Mit 60 Prozent ist die Marktdurchdringung von Mobilfunkgeräten in Europa mittlerweile weit fortgeschritten, der Produktzyklus dreht in die Sättigungsphase. Auf Dauer könnten jedoch breitbandige Multimedia-Handys einen Produktzyklus mit neuerlichem starken Wachstum auslösen. Dazu müsste die Industrie jedoch die Entwicklung von Anwendungen für diese Geräte vorantreiben. Bis es so weit ist, dürfte die Absatzkrise jedoch weiter anhalten.

Von Markus Lindermayr*