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12.01.1996

Nokia ist auch bei niedrigerem Gewinn noch attraktiv bewertet

Von Arnd Wolpers*

Die Aktien der Telekommunikationsunternehmen unterliegen starken Kursschwankungen. Starkes Branchenwachstum und zukuenftige, hohe Gewinnerwartungen schlagen sich in hohen Kurs-Gewinn-Verhaeltnissen nieder. Treffen die optimistischen Schaetzungen nicht ein, kommt es zu heftigen Kursreaktionen. So geschehen auch bei Nokia, deren Aktie innerhalb weniger Wochen eine Halbierung ihres Werts hinnehmen musste. Allerdings hatte sich der Kurs in den vergangenen drei Jahren auch um das 36fache erhoeht.

Nokia berichtet im Rueckblick auf die zweite Jahreshaelfte 1995 von einer enttaeuschenden Entwicklung im Unternehmensbereich Consumer Electronics, resultierend aus dem europaeischen Markt fuer Fernsehgeraete. Das Unternehmen rechnet in dieser Sparte fuer 1995 mit einem Verlust. Die notwendigen Massnahmen, um diesen Produktbereich schon 1996 wieder in die schwarzen Zahlen zu fuehren, sollen innerhalb der naechsten zwei Monate umgesetzt werden.

Auch der US-Markt fuer Mobiltelefone entwickelte sich unter Plan. Vor allem diese Meldung sorgte fuer Irritation und fuehrte zu umfangreichen Verkaeufen von Nokia-Aktien insbesondere durch institutionelle Anleger in den USA. In einer Pressemitteilung, die unmittelbar auf die Veroeffentlichung der Unternehmensentwicklung folgte, interpretierte der CEO Jorma Ollila die Entwicklung im fuer Nokia besonders wichtigen Mobilfunkbereich (64 Prozent der Gewinne werden hier erwirtschaftet) dahingehend, dass sich der US-Markt zwar unter Plan entwickelt habe, die Situation weltweit aber weiterhin durch starkes Wachstum gekennzeichnet sei. Deshalb bestehe kein Anlass, die Wachstums- und Ertragsprognosen in diesem Bereich zu korrigieren.

So geht Nokia weiter von bis zu 350 Millionen Mobilfunkteilnehmern weltweit bis zum Jahr 2000 aus. Insbesondere in Asien und Fernost wird das Wachstum ueberdurchschnittlich sein. Nokia setzt auf die Maerkte in Japan, Indien und China, in denen sich der europaeische GSM/TDMA-Standard etabliert hat. In Japan haelt Nokia heute schon einen Marktanteil von 15 Prozent bei Mobiltelefonen.

Das Wachstum des Unternehmensbereichs Telekommunikationssysteme und Mobiltelefone wird 1996 30 bis 45 Prozent betragen. Nokia ist neben Motorola und Ericsson der wichtigste Anbieter in diesem Marktsegment weltweit.

Durch die Kurshalbierung ist das Dividendenpapier selbst bei einer Zuruecknahme der Gewinnerwartungen wieder in eine attraktive Bewertungszone gerutscht.

*Arnd Wolpers ist Geschaeftsfuehrer der Vermoegensverwaltungsgesellschaft CMW GmbH in Muenchen. Die hier veroeffentlichten Informationen beruhen auf Quellen, die wir fuer vertrauenswuerdig halten. Trotz sorgfaeltiger Quellenauswahl und -auswertung koennen wir fuer Vollstaendigkeit, Genauigkeit und inhaltliche Richtigkeit der Angaben eine Haftung nur insoweit uebernehmen, als grobe Fahrlaessigkeit oder Vorsatz Haftung begruenden. Jede darueberhinausgehende Haftung wird ausgeschlossen. Fuer Angaben Dritter uebernehmen wir kein Obligo, Aktienanlagen sind durch staerkere Kursschwankungen gekennzeichnet.