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21.11.1997 - 

Boom bei Vermittlungstechnik für Netzbetreiber

Nokia profitiert vom Aufschwung der europäischen TK-Märkte

Zufrieden mit dem Verlauf der ersten neun Monate des Geschäftsjahres 1997 zeigte sich Jorma Ollila, Vorstandsvorsitzender des Nokia-Konzerns, vor Pressevertretern in München. Danach stiegen die Umsatzerlöse des auf TK- und Mobilfunksysteme spezialisierten Unternehmens auf 36,7 Milliarden Finnmark. Im Vergleich zum Vorjahr (26,6 Milliarden Finnmark) entspricht dies einem Plus von 38 Prozent. Im gesamten Geschäftsjahr 1996 hatten die Finnen Einnahmen in Höhe von 39,3 Milliarden Finnmark (umgerechnet rund zwölf Milliarden Mark) erzielt.

Ollila gab sich, was die weitere Entwicklung der Branche und des eigenen Unternehmens angeht, optimistisch. Die TK-Märkte seien seit Beginn der 90er Jahre im Durchschnitt jährlich um rund 50 Prozent gewachsen. Für Equipment-Lieferanten wie Nokia bedeute dies, so der Finne, vor allem mit Blick auf Europa ein "dreifache Herausforderung": Es gebe neue Netzbetreiber, insbesondere im Bereich des Mobilfunks, neue Herausforderer der früheren Monopolisten im Festnetzbereich sowie last, but not least, die alten PTTs selbst, die angesichts des Wettbewerbs vermehrt in neue Dienste und damit Technologien investieren müßten.

Mehr als ein Drittel trägt deshalb bereits der entsprechende Geschäftsbereich Telecommunications zum Nokia-Umsatz bei; der Auftragseingang lag hier in den ersten neun Monaten 1997 um 67 Prozent über den Bestellungen des Vorjahres. Ollila unterstrich bei der Gelegenheit den Anspruch seiner Company auf Technologieführerschaft sowohl bei Festnetz- als auch Mobilfunk-Übertragungstechniken, etwa im Bereich digitaler SDH- und PDH-Knotenrechner. Künftig richte man sich, wie der Nokia-Chef ergänzte, vor allem auf Trends wie "Wireless Data" oder "Voice über IP" ein.

Auch die Kostenstrukturen scheint man bei Nokia im Griff zu haben, denn der Konzern arbeitet profitabel. So betrug der Jahresüberschuß in den ersten neun Monaten 1997 umgerechnet knapp 1,3 Milliarden Mark. Den Löwenanteil (mehr als 50 Prozent) steuert allerdings nach wie vor das Geschäft mit Mobiltelefonen zum Umsatz bei. Hier ist man nach wie vor führender Produzent in Europa - Tendenz, so Ollila, steigend. Allerdings habe, wie der Nokia-Chef einräumte, das Handy in vielen wichtigen Märkten - auch in Deutschland - noch nicht eine Marktdurchdringung von zehn Prozent erreicht und damit die "Schmerzgrenze" vom Außenseiter- zum Consumer-Produkt überwunden.