Melden Sie sich hier an, um auf Kommentare und die Whitepaper-Datenbank zugreifen zu können.

Kein Log-In? Dann jetzt kostenlos registrieren.

Falls Sie Ihr Passwort vergessen haben, können Sie es hier per E-Mail anfordern.

Der Zugang zur Reseller Only!-Community ist registrierten Fachhändlern, Systemhäusern und Dienstleistern vorbehalten.

Registrieren Sie sich hier, um Zugang zu diesem Bereich zu beantragen. Die Freigabe Ihres Zugangs erfolgt nach Prüfung Ihrer Anmeldung durch die Redaktion.

Börsenspot


13.06.1997 - 

Nokia: Vom Mobilfunk getragen

Von Arnd Wolpers*

In den vergangenen vier Wochen "knackte" der Nokia-Kurs das alte historische Hoch aus dem Jahr 1995. Mit 114,00 Mark (Notiz in München) ist die Aktie jetzt charttechnisch ausgebrochen. Der Handy-Boom hält an. 1996 wuchs die Zahl der Mobilfunkteilnehmer weltweit um 57 Prozent auf 137 Millionen. In Nordamerika können nun bereits 47, in Europa 30 und im asiatisch-pazifischen Raum 42 Millionen Teilnehmer drahtlos telefonieren. Die Schätzungen bis zum Jahr 2000 gehen von einer Verdreifachung dieser Märkte aus.

Bezogen auf die Gewinnschätzung für 1998 wird Nokia derzeit mit dem etwa 20fachen des erwarteten Gewinns bewertet. Bei den GSM-Handies sind die Finnen mit 29 Prozent Marktanteil knapp vor Motorola (25 Prozent) und Ericsson (21 Prozent) Weltmarktführer. Die operative Marge in diesem Geschäftsbereich liegt bei mehr als zehn Prozent; rund 55 Prozent trug der Handy-Absatz 1996 zum Nokia-Konzernumsatz und immerhin 33 Prozent zum Nettoertrag bei. Etwa zwei Drittel seines Gewinns und ein Drittel des Umsatzes generiert das Unternehmen mit dem Equipment für Mobilfunknetze. Die hohen Margen der Systemtechnikanbieter ziehen jedoch immer mehr neue Wettbewerber an, so daß 1996 hier die Gewinne gemessen am Umsatz um vier Prozent auf 22,3 Prozent zurückgingen. Dennoch sollte das eingangs erwähnte Wachstum des Mobilfunkmarktes der Nokia-Aktie weiterhin einen kräftigen Zuwachs garantieren. Für das laufende Geschäftsjahr 1997 gehen die Analysten von einem Plus von 40 Prozent aus; bezogen auf 1998 liegen die Schätzungen bei etwa 25 Prozent. Empfehlung: Festhalten.

* Arnd Wolpers ist Geschäftsführer der Vermögensverwaltungsgesellschaft CMW GmbH in München. Die hier veröffentlichten Informationen beruhen auf Quellen, die wir für vertrauenswürdig halten. Trotz sorgfältiger Quellenauswahl und -auswertung können wir für Vollständigkeit, Genauigkeit und inhaltliche Richtigkeit der Angaben eine Haftung nur insoweit übernehmen, als grobe Fahrlässigkeit oder Vorsatz Haftung begründen. Jede darüberhinausgehende Haftung wird ausgeschlossen. Für Angaben Dritter übernehmen wir kein Obligo, Aktienanlagen sind durch stärkere kursschwankungen gekennzeichnet.