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20.06.2003 - 

Schwächeres Handygeschäft

Nokia zeigt sich pessimistisch

MÜNCHEN (CW) - Nokia hat allen Hoffungen auf einen Aufschwung erneut einen Dämpfer versetzt. Der finnische Handy-Marktführer erwartet für das zweite Quartal ein schwächeres Gechäft mit Mobiltelefonen als bisher.

Das Umsatzwachstum bei Handys werde in der laufenden Berichtsperiode am unteren Ende der bislang angepeilten Spanne von vier bis zwölf Prozent oder sogar darunter liegen, teilte das Unternehmen vergangene Woche in einem Zwischenbericht mit. Gründe für die schlechte Prognose seien der starke Euro, die wirtschaftlichen Folgen der in Asien nach wie vor grassierenden Lungenkrankheit SARS sowie die unverändert schlechte Weltkonjunktur. Dennoch werde man den eigenen Marktanteil von 38 Prozent im ersten Quartal weiter ausbauen können, ließ CEO Jorma Ollila in einem Statement verbreiten. Die Prognose für den Pro-forma-Gewinn je Aktie, die sich zwischen 13 und 16 Cent bewegt, korrigierte Nokia indes nicht.

Die Handysparte von Nokia trägt etwa 80 Prozent zum Konzernumsatz bei - ist somit also im wahrsten Sinne des Wortes die Cash-Cow der Finnen. Für seine besonders unter der Branchenkrise leidende Netzsparte bestätigte das Unternehmen die im laufenden Quartal anfallenden Sonderbelastungen in Höhe von 350 bis 400 Millionen Euro, die aufgrund des bereits vor Wochen angekündigten Abbaus von rund 2300 Arbeitsplätzen fällig werden. Hier erwarte man, wie es in dem Nokia-Zwischenbericht weiter hieß, im zweiten Quartal bestenfalls eine Stagnation oder - am anderen Ende der Skala - einen Rückgang des Umsatzes um weitere fünf Prozent.

Die Aktienmärkte zeigten sich von der für Nokia-Verhältnisse ungewohnten Hiobsbotschaft unbeeindruckt; das Papier verschonte die Anleger mit großen Kurssprüngen sowohl nach unten als auch nach oben. Ausschlaggebend hierfür dürfte eine vorhergehende Gewinn- und Umsatzwarnung des Nokia-Konkurrenten Motorola gewesen sein, der sich vor allem aufgrund seines wegen SARS einbrechenden Asiengeschäfts nicht nur für das zweite Quartal, sondern auch für das Geschäftsjahr 2003 sehr skeptisch zeigte. Die Börse sei deshalb vorgewarnt gewesen, hieß es. Außerdem sei Nokia nicht in dem Maße wie Motorola vom Asiengeschäft abhängig. Dies gelte vor allem für China, dem weltweit größten Handymarkt. Eine Prognose für das gesamte Geschäftsjahr wollte Nokia indes nicht abgeben - auch das dürfte ein Zeichen für das momentan nicht sehr berauschende Handygeschäft sein. Die Landesbank Rheinland-Pfalz stufte die Nokia-Aktie jedoch unverändert als"Marketperformer" ein. (gh)